Lyrik
Gedicht: Das Individuum Egoist
Geschrieben von Constanze K.   
Dienstag, 8. November 2005
 
Das Individuum Egoist


Verdammte Menschen, ausgestoßene Wesen,

sind lebend fast tot, werden nie genesen...

Erschreckendes Elend, eine verfluchte Welt.

Doch wir trösten uns mit Macht und Geld!

weiter …
 
Kurzgeschichte: Krankmache
Geschrieben von Thomas   
Dienstag, 27. September 2005


Joint.jpgMein Leben stellt sich manchmal als Anreihung von kurzen Filmausschnitten dar. Das scheint fast normal zu sein....heute... Irgendwer sagt da „Nein!!!“ -- Dialog mit mir selbst -- BIN ICH EIGENTLICH KRANK? Oder werde ich ganz langsam krank? (was ist langsam? Erstarrt, wie eine Schildkröte oder schleppend, wie ein Modem?)
Apropos schleppend. Da schleppt sich etwas herein...etwas, wie...das System! Ich merk es doch! Das war jetzt krank, ja? Freud sagt, ich soll mich beruhigen. Er hat leicht reden. Scheiß Kokser!
Und das System spricht: „Auch deine Drogen verhindern nicht, dass ich dich kriege!“
Ich denke drüber nach, befinde es für völlig richtig... und rauche einen... und dann... ganz plötzlich denke ich... „Ich wollt, ich wär ein Huhn, ich hätt nicht viel... und zeitgleich
Scheiße... der Abwasch!
Drogen für die Erträglichkeit und dann nicht mal abwaschen können. Ich bin fragwürdig in jeder Hinsicht!
Der Rest ist bekannt?... oui oui monsieur, bon appetit (oder so!!!)
Soviel zum Thema: Filmausschnitte im Kopf - aus der Sendereihe.... DER FINGER KANN NICH DRÜCKEN auf den kleinen roten Knopf... Krankmache!
MonologEnde!Danke
 
Kurzgeschichte: Die Straße
Geschrieben von Thomas   
Dienstag, 27. September 2005
Stra__223_e.jpg Ich ging wieder mal diese Straße hinunter. Seltsam, zu sehen, was mich damals bewegte. "Es scheint fast so, als wäre ich, für immer dein Feind", ruft da jemand mir wohl bekanntes. In gewisser Hinsicht hat er recht, auf diese Gegend und mich trifft das allerdings auch zu. Marktplatz meiner Kindheit, Zentrum meines präpubertären Lebens. Und heute? Mir kommt es vor, als würde dort gleich ein Heuballen über die Straße rollen. Dazu spiel ich das "Lied vom Tod" auf meiner Mundharmonika und dabei kann ich nicht einmal Blockflöte spielen. Aber das Bild find ich gut, klopfe mir geradzu auf die Schulter für diese Idee. Sowas pittoreskes aber auch. Die grauen Blöcke allerdings nicht. Dumm nur, dass sie hier die kahlen Wände eines pittoresken Zimmers bilden. Ich muss weg! Ich bin erschüttert, wie faszinierend diese Häuser in meiner Kindheit auf mich wirkten. Waren sie doch sooo groß. Dann stand ich auf dem Dach des größten "in town" und mein Glück war unbeschreiblich. Wieder unten angekommen zerplatzte meine Glücksblase. Nüchternheit machte sich breit. Vergangenes Hochgefühl einfach so weggewischt. Und jetzt stehe ich hier und denke: `Wie im Kleinen, so im Großen´. Man sagt, nur die Liebe kann sich schützen vor dem Fluch der Ernüchterung. Leichter Wind rauscht durch den Hinterhof und über die Straße.
 
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