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Das musikalische Jahr 2007 brachte mir leider nicht den erwünschten Input, wie es noch die Jahre 2004 bis 2006 schafften, dennoch war da eine Band, die zwar nicht dem typischen Britpop, Nuwave oder wie auch immer neologismus-getrieben Genre entsprach, das ich so lange so gern möchte, sondern mit so einem Folkding überzeugte: Es war Beirut, jene New Yorker Band um Musiker Zach Condon, die derart verschiedene Einflüsse harmonieren kann, wie sonst keine Zweite. Beirut, der Name scheint nicht durch Zufall entstanden, schließlich fanden sich auf dem verdammt geilen Debütalbum „Gulag Orkestar“ von 2006 eine Menge Nahostklänge, aber auch so etwas wie eine Unplugged-Stimmung, wie sie wohl nur in meinen Gedanken an das niedergebombte Beirut im Libanon entstehen können. Nun haben die Wunderkinder eine zweite Scheibe fast binnen Jahresfrist nachgelegt, die zwar in die gleiche Kerbe schlägt wie die Erste, was aber nicht umbedingt schlecht ist! Auf "Flying Club Cup" (2007) findet man dann auch den Hit "Nantes" um den es hier eigentlich gehen sollte.
Es gibt da nämlich einen Musikvideoregisseur, der neue Wege beschreitet, der (wenn denn derartige Musikclips noch im Deutschen Fernsehen laufen würden bzw. überhaupt irgendwelche Musikvideos von irgendeiner Sendeanstalt ausgestrahlt werden würden) dem Zuschauer das Gefühl wiedergibt, im Fernsehen Zeuge eine Live-Konzertes zu sein, eben wieder ursprünglich die Musik, ihre Entstehen und vor allem ihre Wirkung auf Zelluliod dokumentiert - also Musik in Reinform reflektiert. Und dieser Regisseur hat "Nantes" von Berut wie auch die gesamte Platte verfilmt: Zu sehen auf Youtube.
Aber auch andere teils sehr berühmte Bands ließen ihre Lieder von diesem Vincent Moon verfilmen. Etwa The Arcade Fire, in einem Fahrstuhl, Tapes'n Tapes spielen ihr auf Platte sensationelles "Insistor" im Pariser Straßenverkehr, I'm from Barcelona auf ner Party den Song "Tree House" oder Architecture in Helsinki einfach so auf der Straße.
Und weil das alles mehr oder weniger unterwegs aufgenommen wird, heißen diese mittlerweile über 60 Videos unterschiedlicher Künstler auch "Take away Show" und trägt dem to-go-Hype der letzten Jahre Rechnung. Runtergeladen werden können die auch noch, in diversen Formaten. Also rauf auf den iPod und ab in die U-Bahn, Straßenbahn.
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Es grüßt,
der Dipl. Imp |