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Geschrieben von tl
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Montag, 24. Oktober 2005 |
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Was macht einen guten Thriller aus? Ein Mord...ach am besten gleich mehrere an bekannten Persönlichkeiten! Und eine uralte Sage, die den Menschen auch heute noch Angst macht! |
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weiter …
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Geschrieben von Imperator
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Dienstag, 27. September 2005 |
Der vorsichtige Anfang europäischer Integration, eine gelungene Liebeserklärung an Berlin  Pünktlich zur Debatte um Integration, über Parallelgesellschaft und Missverständnisse in Deutschland genehmigte ich mir den Bestseller „Russendisko“ vom Moskauer Immigranten Wladimir Kaminer. In genau 50 kurzen Geschichten, die irgendwie zusammenpassen, gepresst auf knapp 190 Seiten wird über Einzel- und Kollektivschicksale, über Kuriositäten und Angewohnheiten vornehmlich eingewanderten Russen berichtet. Und der Leser beginnt zu verstehen, warum Deutschland eine große Chance für zukunftslose Osteuropäer Anfang der Neunziger war, warum die Ersten noch den Luxus des deutschen Sozialstaates im Berliner Bezirk Marzahn genossen, warum russische Frauen teuer aber lohnenswert sind, welche Probleme bei dem Amtsgang der deutschen Staatsbürgerschaft auftauchen und auf welche Weise viele seiner Landsleute den oftmals beschwerlichen Weg des Lebens meisterten. Und das alles leichtfüßig und humorvoll erzählt, von einem Mann, der all diese Menschen getroffen, gekannt, ertragen und nicht weniges selbst erlebt hat. Ein Buch, das sicher zur nationalen Aufklärung fremder Kulturen beiträgt und Verhaltensweisen der Russen, Türken und Vietnamesen erklärt, doch mir persönlich nicht tief greifend genug beleuchtet. Auf jeden Fall ein Tipp der leichten Unterhaltung und sicher eine bedeutungsvolle Liebeserklärung eines Russen an den „Schmelztiegel“ Berlin. Taschenbuchversion 7,90€
Zum Autor: 1990 nach Lehre zum Tontechniker und Studium der Dramaturgie in Moskau eher zufällig nach Berlin gekommen. Seitdem unzählige Veröffentlichungen, Radio- und Fernsehmoderator, Initiator von Veranstaltungen im legendären „Kaffee Burger“ und der bereits bekannten Russendisko.
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Geschrieben von Thomas
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Dienstag, 27. September 2005 |
Die 5. Verhaltensregel des Mosquitos lautet:

„ Je besser du die Menschen kennenlernst, desto genauer weißt
du, dass es sich um niedere Wesen handelt- ein Tier, das sich in
einen Menschen verliebt, begeht daher die schwerste aller moralischen
Verfehlungen und kommt zur Strafe noch einmal als Mensch auf die
Welt zurück.“
Da ein Mosquito nicht in der Lage wäre dieses Buch zu schreiben,
lässt sich schlussfolgern, dass sich dieser in einen Menschen
verliebt haben muss.
„ Liebe, ach ja. Noch nie hat es ein hübscheres Wort
für eine bösere Sache gegeben.“
Die Gefühle einer Stechmücke nachzuvollziehen, wäre
mir nie in den Sinn gekommen, jedoch fühlte ich mich, während
ich Seite für Seite verschlungen habe, längst selbst wie
ein Insekt, das von dem Ventilator aus die Zärtlichkeiten und
Grausamkeiten zweier Menschen verschiedenen Geschlechts, beobachtet.
Erotik zwischen einer Frau und einem Mosquito?
„ Durch meine, eines kleinen Mosquitos, Berührung wird
die Brustspitze dieses Mädchens immer höher und steifer…Worauf
wartest du? Los stich mich! Stich endlich zu! Als ich dann in sie
eindringe…“ Lest und fühlt selbst.
Am Ende ist noch eine Frage offen: Welches Tier war jeder einzelne
von uns, bevor wir die Zeit des Menschen- Daseins zu fristen begannen?
"Rositas Haut"
Esther Vilar
Dtv München
2000
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Die Entdeckung der Langsamkeit |
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Geschrieben von Suse
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Dienstag, 27. September 2005 |
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Die Wahrnehmung eines jeden Menschen ist eine Andere.
Menschen fühlen, riechen, schmecken, hören und sehen die
Welt durch verschiedene Augen. Das Bild, dass sich dem Betrachter
aus der Summe seiner Wahrnehmungen ergibt, erscheint ihm als wahrhaft
und unverfälscht. So ist auch die Realität etwas augenblicklich
Individuelles.
„Die Entdeckung der Langsamkeit“, geschrieben von Sten
Nadolny, erzählt die Lebensgeschichte des John Franklin. In
Kindertagen für seine Langsamkeit im Sprechen, Denken und seiner
verminderten Reaktionsfähigkeit zum Außenseiter vorprogrammiert,
erkennt gerade sein Lehrer, Dr. Orme, dass John´s Behinderung
auch Vorteile mit sich bringt. John geht früh zur Marine und
lernt immer besser mit der Zeit umzugehen, indem er sie nach seinen
eigenen Maßstäben misst.
Doch die rasende Zeit lässt dem „langsamen“ John
keine Ruhe, um sich langsam zu entwickeln. Krieg – wird Teil
des Lebens, bringt Tod, hinterlässt tiefe Wunden. Doch das
Ende? Noch lange nicht.
Die Lebensgeschichte des großen Entdeckers der Nordpassage
John Franklin ist ein spannendes und höchst empfehlenswertes
Buch.
Mir stellte sich am Ende des Buches die Frage: „Ist Langsamkeit
nicht manchmal mehr?“. Findet es heraus!
"Die Entdeckung der Langsamkeit"
Herausgeber: Sten Nadolny
Piper Verlag 1995 |
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