White Lies - ein wenig Schatten im Sommer
Geschrieben von Jule   
Samstag, 24. Mai 2008
white lies

Sie sind wie eine samtene Symbiose von Nick Cave und Echo & the Bunnymen, die Donnie Darko 80er im Gepäck, eine Melancholie in ihren Songs, die sich wie Öl um das Herz legt. White Lies könnten die The National des Jahres 2008 werden, mit ihren nostalgisch 80er-esquen Melodien und der vor Verzweiflung triefenden Stimme von Sänger Harry McVeigh breiten sie eine Traurigkeit vor einem aus, die zu schön ist, um sie zu ignorieren. Mühelos umschiffen sie den Kitsch, der sich bei 80er Anleihen gerne einmal einschleicht und die Texte offenbaren eine Erzählkunst, die an Stewart O'Nan, Michael Chabon oder Ricky Moody erinnert, kühle und zerbrochene Charaktere, die nach dem rettenden Funken Wärme suchen. White Lies sind vielleicht nicht der beste Soundtrack für einen Tag am Strand, aber unumgänglich, wenn es im Jahr 2008 um dichte Indiehymnen geht.


Letzte Aktualisierung ( Samstag, 24. Mai 2008 )