| I heart Nerds |
| Geschrieben von Jule | |||||||||
| Freitag, 5. September 2008 | |||||||||
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Es ist ein Krampf für Außenstehende und Nerds selber, was sind sie eigentlich, diese Brillenträger, diese Star-Wars-Zitierer, diese Comicsammler und Horrorfilm-T-Shirt-Trager? Im Folgenden werde ich aus meine sozialen Beobachten von Nerds und als Nerd berichten, um das Geheimnis zu lüften, was eigentlich hinter diesen mysteriösen Enigmas steckt... Der Nerd, international auch gerne als Geek bezeichnet, ist eine Unterform des Strebers. Ebenso intelligent und motiviert, soviel Wissen wie möglich in sich aufzusaugen, geht der Nerd durchs Leben. Allerdings gibt es einige Punkte, die ihn vom normalen Streber abgrenzen. Der Nerd spezialisiert sein Wissen und seinen Humor gerne auf vorwiegend pop-kulturelle Sparten wie Science Fiction, Comics, Musik, Computerprogrammierung etc.pp. Diese Sparten können von Außenseitern als kindisch oder zu kompliziert erachtet werden. In seinen gewählten Kategorien sammelt der Nerd soviel Wissen und Kram an, wie er nur kann und katapultiert sich damit so manches Mal in die soziale Nische, da sein Insiderhumor und -Wissen eine normale soziale Interaktion erschwert und ihn ungelenk und seltsam erscheinen lässt. Für gewöhnlich reicht jedoch etwas Zeit zusammen mit einem Nerd aus, um eben diese Ungelenkheit als charmanten Spleen zu erkennen. Der Nerd ist nur missverstanden und kann sich - sofern er kein extremer Fall ist(siehe Trekkies) - relativ leicht in soziale Gruppen einfügen, wenn man ihn denn lässt. FORTSETZUNG: Obwohl im Allgemeinen als Synonym verwendet ist der Geek in manchen kulturellen Kreisen eine Art "cooler" Nerd, da sich der Geek häufig mit allgemein als cool akzeptierten Sparten beschäftigt. Der Musik-Geek beispielsweise, ist nicht zuletzt für den normalen Musikfan lebensnotwendig, da er die Musikmagazine und -Blogs bevölkert. Ein nicht so gern gehörter Vergleich ist der des "Freaks". Dieser Begriff muss jedoch in zwei Gruppierungen aufgeteilt werden. Der von der "normalen" Bevölkerung bezeichnete Freak etwa, der im Laufe der Zeit auch als Punk oder Misfit bezeichnet wurde, ist lediglich optisch und musikalisch der Gesellschaft unangepasst und hat keineswegs etwas mit Nerds oder Geeks zu tun (im Gegenteil, er gehört zu den coolen Kids, die sogar über den coolen Kids in der Schule stehen, weil sie noch nicht mal zur Schule gehen). Die andere Verwendung der Bezeichnung befasst sich vor allem mit Leuten, die ebenso wie Nerds Probleme haben, sich sozial unauffällig einzufügen. Allerdings mangelt es dem Freak an Intelligenz und dem Nerd-typischen Sinn für Humor, um das auszugleichen, er sondert sich vor allem deshalb ab, weil er auf Leute verstörend und unberechenbar wirkt, beides Attribute, die dem allgemeinen Nerd keinesfalls zugeschrieben werden können. Im Großen und Ganzen sind Nerds und Geeks auch nur Menschen, Menschen mit einem etwas ungewöhnlichem Humor, einem Gepäck voller Filmzitate und einer nicht ganz so stilsicheren Garderobe (wobei der Geek auch mal Trends setzen kann). Auch wenn Film, Fernsehen und vor allem Youtube dem Autonormalverbraucher einreden wollen, dass sie es bei Geeks mit zirkustauglichen Individuen zu tun haben, ist das in den seltensten Fällen so. Die Wurzel der Vorurteile muss man im Amerika der 50er suchen, in denen sogenannte Jocks (Sportasse mit wenig Gehirnmasse), ihre körperlich schwächeren aber vielfach intelligenteren Mitstreiter so vor dem weiblichen Geschlecht schlecht machen wollten, was nach heutigem MTV-Programm auch geklappt hat. Aber es gilt für uns und für alle, ebendiese anachronistischen Vorurteile abzubauen. Seid nett zu den Nerds (und nicht nur, weil sie eure Hausaufgaben machen sollen). PS: Der inoffizielle (in Spanien gegründete) Nerd-Pride-Day an dem sich alle Nerds ihrer Intelligenz und sozialler Ungelenkheit erfreuen können ist am 25.Mai (der Tag, an dem 1977 Star Wars in die Kinos kam). Zufälligerweise ist das derselbe Tag, an dem auch der (offizielle) Handtuch-Tag abgehalten wird, der zum Andenken eines der besten humoristischen Science Fiction Schreibern (Douglas Adams) abgehalten wird. Aber ich schweife ab. Das Nerd Manifest, das anlässlich dieses Tages gegründet wurde: Rechte: Das Recht sogar noch nerdiger zu sein Das Recht, nicht das Haus verlassen zu müssen Das Recht Single und Jungfrau zu sein Das Recht nichts mit Fußball oder jeglichem anderen Sport anfangen zu können Das Recht sich mit anderen Nerds zu assoziieren Das Recht wenige oder gar keine Freunde zu haben Das Recht soviele nerdige Freunde zu haben, wie man will Das Recht unstylisch zu sein Das Recht übergewichtig und kurzsichtig zu sein Das Recht mit der eigenen Nerdigkeit anzugeben Das Recht, die Welt an sich zu reißen Pflichten: Sei ein Nerd, was auch immer kommen mag Versuch nerdiger als jeder anderer zu sein Wenn es eine Diskussion um etwas nerdiges gibt, musst du deine Meinung kundgeben Sammel alle nerdigen Sachen, die du hast Versuche alles, mit deinem nerdigen Zeug anzugeben, als wäre es ein Museum der Nerdigkeit Sei kein genereller Nerd, du musst dich in etwas spezialisieren Sei bei jedem nerdigen Film zur Premiere und kaufe jedes nerdige Buch, bevor es jemand anderes gekauft hat Warte in der Schlange vor jeder Premiere, wenn du die Gelegenheit hast, im Kostüm oder wenigstens passendem T-Shirt zu erscheinen - um so besser! Verschwende deine Zeit nicht mit unnerdischem Zeugs Versuche die Weltherrschaft an dich zu reißen!
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 23. September 2008 ) | |||||||||


