Ausgeschwungen
Geschrieben von Imperator   
Donnerstag, 27. November 2008

Rostock ist in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit. Kulturell, soziologisch und insbesondere wirtschaftlich. Während in der Vergangenheit die Stadt mit bemerkenswerter Regelmäßigkeit nicht an konjunkturellen Aufschwüngen der Bundesrepublik teilnahm, und vor sich hindumpelte, gelang Anfang 2006, als schon fast alles verloren war, der große Durchbruch. Die Wirtschaft wuchs, die Arbeitslosigkeit fiel. Doch der Aufschwung kam verzögert, Rostock wurde nur mit zeitlicher Verzögerung, mitgerissen, es fanden keine strukturellen Verbesserungen statt. Dies wird heute besonders deutlich. Denn die Agentur für Arbeit veröffentlichte jüngst Ihre Statistik für den Monat November. Und nun ist es traurige Gewissheit: In Rostock belebt sich der Arbeitmarkt nicht nur später und wirklunsloser als der Bundesdurchschnitt, nein, die Dynamik stoppt sogar noch früher als im Rest der Republik.

In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit im November im Vergleich zu Oktober 2008 leicht von 7,2 auf 7,1% gesunken. In Rostock stieg sie hingegen von 11,6% auf 12,1%. Und wer denkt, dass sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit nur auf Rostock beschränkt, liegt auch falsch, denn auch der Bereich Bad Doberan legt um 1,0% auf zu 10,9%, Ribnitz-Damgarten gar um 2,0% auf 14,1% und Teterow um 0,6% auf 15,8%.

QuotenVergleich2.jpgIm Vergleich zu anderen Städten im Land sieht es durchwachsen aus, wie die linke Abbildung zeigt.

Einige Experten gehen davon aus, dass die negative Tendenz in Doberan und Rostock hauptsächlich auf die Entlassung von Frank Pagelsdorf im zurückliegendem Berichtsmonat zurückzuführen ist. "Frank Pagelsdorf ist nun einmal das Schwergewicht im Index, wird er arbeitssuchend, sucht das ganze Land", sagte ein Insider.

Spekulationen, dass Herr Pagelsdorf demnächst einen Job als Weihnachtsmann antritt, erwiesen sich indes als haltlos.

Zahlen stammen von der PDF Agentur für Arbeit (Stand: 27.11.2008)


Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 27. November 2008 )