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Die Entdeckung der Langsamkeit |
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Geschrieben von Suse
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Dienstag, 27. September 2005 |
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Die Wahrnehmung eines jeden Menschen ist eine Andere.
Menschen fühlen, riechen, schmecken, hören und sehen die
Welt durch verschiedene Augen. Das Bild, dass sich dem Betrachter
aus der Summe seiner Wahrnehmungen ergibt, erscheint ihm als wahrhaft
und unverfälscht. So ist auch die Realität etwas augenblicklich
Individuelles.
„Die Entdeckung der Langsamkeit“, geschrieben von Sten
Nadolny, erzählt die Lebensgeschichte des John Franklin. In
Kindertagen für seine Langsamkeit im Sprechen, Denken und seiner
verminderten Reaktionsfähigkeit zum Außenseiter vorprogrammiert,
erkennt gerade sein Lehrer, Dr. Orme, dass John´s Behinderung
auch Vorteile mit sich bringt. John geht früh zur Marine und
lernt immer besser mit der Zeit umzugehen, indem er sie nach seinen
eigenen Maßstäben misst.
Doch die rasende Zeit lässt dem „langsamen“ John
keine Ruhe, um sich langsam zu entwickeln. Krieg – wird Teil
des Lebens, bringt Tod, hinterlässt tiefe Wunden. Doch das
Ende? Noch lange nicht.
Die Lebensgeschichte des großen Entdeckers der Nordpassage
John Franklin ist ein spannendes und höchst empfehlenswertes
Buch.
Mir stellte sich am Ende des Buches die Frage: „Ist Langsamkeit
nicht manchmal mehr?“. Findet es heraus!
"Die Entdeckung der Langsamkeit"
Herausgeber: Sten Nadolny
Piper Verlag 1995
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