Kurzgeschichten: Der Feigheit Mittagsschlaf
Geschrieben von Thomas   
Dienstag, 27. September 2005

Aus den gesammelten Werken O.G.B.
"Warnlied der Gezeiten"
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Es war ein günstiger Moment des Trübsals.
"Krieg, komm zu uns!",: sagte der stille Protest in seiner Selbstvergessenheit, in seiner lautesten Stunde und mutierte zu einer dumpfen Woge exzessiver Weltverneinung, die als esoter-politisches Wirrwar durch die Ritzen der politikbeherbergenden Konfess/konvent-ionsmühle sickert. –

"Habt ihr denn genug Glauben, um zu protestieren?", : fragte die Politik, sich ihrer Sache sicher ... , - sie schrie es dann um die Unterwanderung zu stoppen, - als ein sterbliches Dröhnen die Wände hinauf rollte, von dem man heute noch behauptet es wäre des Glaubens vorletzter Atemzug gewesen.
!Identität s e i !" flehte die Realität, als sie sich, beängstigt von dem Dröhnen, ihrer Sterblichkeit bewusst wurde,: "-und "sei nicht so fraglich!": betete sie ihren Toten nach.


Dann stand sie auf und ging dem T ä g l i c h e n nach, um zu vergessen. Doch es stand dem Lichteinfall in seinen Winkel geschrieben, man konnte es in den Pfützen zwischen dem Mehl und Korn lesen - der Schimmel redet unaufhörlich - ja, wenn man hinaus blickte konnte man sehen, dass die Scheiben noch vibrierten, denn die Welt war verzehrt
- man konnte nicht vergessen.

Lange tat die Realität so als wäre nichts geschehen: "man braucht nicht raus zu blicken es gibt genug zu tun." - lautete das Motto. Schimmelverdecken, Korn malen, Mehl stapeln. Sie spielte sich selbst sie führte ihre Erinnerung Gassi und machte Fotos.. Beschäftigung, Unterhaltung, Show.
Doch die Luft war stickig und man will keine Fenster öffnen die man vergessen muss. also siechte alles und wurde schlecht gelaunt - dicke Luft erschlägt das Gemüt! So beschloss man eines Tages einen Trugtrick, einen Fluchtpakt, einen Erlösungsfehler, einen Aufschub ...
Man riss die Fenster auf, schloss die Augen und schrie - den Protest, man schrie mit zu gehaltenen Ohren - man brüllte und eskalierte, schnitt sich in die Hände und Muttermale und umnebelte mit Mehlstaub Mühle, Fluss und Ebene.
- Man warf Mehl aus dem Fenster und nicht sich! Immer öfter. Und dann zurück um zu vergessen.
Aber vergessen ist Diebstahl, ist Mord am Unsterblichen, ist nicht nur Lüge, oder falsche Wahl, es ist Schmerz ohne! ... - Wunde, Würde, Narbe, Lehre, Rettung - am, des ..... Bewusstseins.
Man hat es sich nie verziehen - man erinnert sich ungern daran, wie es wirklich wa(h)r - und wie es dazu kam, man spürt dann die Arroganz, den Schritt zuviel, den Schritt zurück, tastend nach vorn vermeintlich. Das Ende der Beziehung zwischen uns.
Man lebt heute getrennt . - der Glaube mundtot im Keller - das Bewusstsein im Dachstuhl, mit Blick auf s Windrad der Mühle - und die Realität missmutig Paterre. Sie braucht Zeit um sich auf sich selbst zu besinnen, das was sie ist ohne. sagt sie. Sie kümmert sich ums Mehl.

Hier unten - Kellerkinderlied
Ich bin heißer mir ist Nacht die Zeit ist kaiserlich verlacht.
Bin Leid zu schreien, Leid mich zu verkleiden
Leid zu sehn wie sie mich meiden.
Man fand mich unselbstständig, - wenn auch nur so machend - Brüder sind wir - Mein Platz ist synthetisch aufgefüllt.
Wissen - du mein Diamanten Abbild -- tote Statue - sag du es ihnen.
Ich bin Leid zu schreien leid zu sehn wie sie mich meiden.