Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui
Geschrieben von Thomas   
Montag, 26. September 2005

Bertolt Brecht´s Bühnenwerk über den Aufstieg des Außenseiters Arturo Ui.
Unmißverständlich eine Parodie auf Hitlers Aufstieg in Deutschland. Geschrieben, während dieser noch an der Macht war, um ihn mit künstlerischen Mitteln der Lächerlichkeit preiszugeben. Anfangs einem Sarg entsteigend, versucht „Ui“ im Chicago´er Gangstermilieu die Macht über den „Markt“ an sich zu reißen.

Selten allein (in Begleitung seiner Kumpanen „Goebbels“ und „Göring“) schleicht er sich bei Geschäftsleuten ein, versucht ihr Vertrauen zu gewinnen und spielt sie dann gegeneinander aus. Vor der eher kargen Kulisse wird die eigentliche Handlung verständlich vermittelt, Einzelheiten sind jedoch in den geschichtlichen Hintergrund relativ schwierig einzuordnen. Das Publikum bewies durch seine große Altersspanne (16-66), dass das Thema Faschismus auch nach 60 Jahren noch aktuell ist und die Menschen ins Theater bewegt.
Ausverkauftes Haus und viel Applaus.
Hingehen lohnt sich, auch ohne gute Noten in Geschichte.

Danke Christian Pauer

Nächste Vorstellung: siehe Monatsplan
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Thomas Lorenz