Der Action-Jackson
Geschrieben von Imperator   
Donnerstag, 1. September 2005
 
In einem Land wie Amerika, dem höchste Freiheit und Gerechtigkeit nachgesagt wird, jedenfalls steht es so in der von U.S.-Amerikanischen Medien durchtrieften Boulevardpresse Deutschlands, sind Stars noch wirklich Stars.

Wann immer in Amerika ein Star oder gar Megastar an die Anklagebank geschliffen wird, schlagen Heerscharen von Medienvertreter ihre Zelte am Gerichtsgebäude auf. Und gleich nebenan stehen sich dutzende Fans der Angeklagten und hunderte militanter Rechtsstaatler die Beine in den Bauch und demonstrieren für Gerechtigkeit. Egal für welche Seite.

Doch der US-Rechtsstaat funktioniert. Die 12 Geschworenen ließen sich nicht beirren und besinnten sich auf die wahren amerikanischen Tugenden. Geld und Sex.

Jeder Amerikaner sollte die Freiheit haben, Sex zu haben mit wem und was er will. Michael Jackson machte davon Gebrauch. Nun ist er frei. Frei wie seine minderjährigen Besucher der Neverland-Ranch. Und mit Kindern konnte er doch immer so gut. Und dann diese haltlosen Aussagen der angeblich Missbrauchten. Das trieb ihm auf Ewig die Blässe ins Gesicht.



Aber was soll’s, ich glaube diesen Kindern. „Wenn Jackson-Five(t), geht es rund im heimischen Ehebett.“, sollen sie gesagt haben.

Auch wer jetzt sagt, „der Mann war doch verheiratet und hat Kinder“, muss ich leider mit knallharten Fakten widersprechen. Lisa Marie Presley, die Tochter von Elvis Presley und Ex-Frau von Jackson, floh nach zwei Jahren ehelicher Unberührtheit. Wo sie allerdings das Kind herbekam, ist ihr auch schleierhaft. Ein angeblich vertrauter Arzt vermutete eine unter Menschen äußerst seltene Art der Luftbestäubung.

Während des Prozesses deutete jedoch alles darauf hin, dass Michael nur mit kleinen Jungs der Action-Jackson war, wie ihn Lisa Marie gerne erlebt hätte. Doch noch bevor ein Urteil gefällt werden konnte, luden Jacksons Verteidiger zur Rehabilitierung des Angeklagten und Beeinflussung der Geschworenen bekannte TV-Stars in den Zeugenstand. So ließ es sich Jay Leno nicht nehmen, für seinen Kumpel Michael auszusagen, erhielt vermutlich im Gegenzug ein Exklusivinterview.

Bevor er den Zeugenstand verließ, warb Leno noch für seine Sendung am Abend: "Wir haben Renée Zellweger! Und als musikalischen Stargast Lisa-Marie Presley“

Jackson ist kein Einzelfall: O.J. Simpson, erster großer Rechtsstreit gegen einen TV-Star, ging mit blutigen Händen als freier Mann aus dem Gerichtssaal, oder der Sänger R. Kelly, der wenn er nicht gerade die Herzen der Frauen mit seiner Stimme berührt, Minderjährige vor laufender Kamera vernascht.

Bleibt nur zu hoffen, dass wir friedliebenden Staatsbürger nie in die Hände prominenter Sexualstraftäter kommen.


Einen Angenehmen Wochenstart wünscht,


der Imperator und das Schattenkainett.


Letzte Aktualisierung ( Montag, 7. November 2005 )