Der Grauen hat einen Namen "Jörg Berger"
Geschrieben von Imperator   
Samstag, 20. November 2004
 

 


Es waren noch nicht einmal die Bezüge der Kulturbande-Trainerfindungskomiteemitglieder geklärt, da zeichnet sich bereits eine Lösung des Problems ab. Manfred Wimmer, Präsident des Bundesligaletzten FC HANSA ROSTOCKs bestätigte schon am frühen Dienstagnachmittag Kontakt mit einem „Wunschkanditaten“. Jörg Berger sollte es sein. Der DDR-Flüchtling von 1979. Kaum ein anderer Trainer hat bereits bei so vielen Vereinen(15) gewirkt und kaum ein Couch wurde ebenso oft frühzeitig des Amtes enthoben.

Aber spannender die Frage, ob diese Lösung auch den Vorstellung der KB-TFK entspricht. Ich hätte da lieber noch ein paar andere Möglichkeiten auf Herz und Nieren geprüft. Da wäre zum Beispiel der Michael Douglas der Afrikanischen Prärie - der Löwenbändiger von Kamerun gewesen. Ein bisschen Geduld nach dem Freundschaftsspiel Deutschland – Kamerun und Winni Schäfer wäre frei wie ein Vogel - bereit für eine unlösbare Aufgabe im Nordosten dieser konjunkturgeschwächten Republik.

Oder der designierte Showmaster und Frauenverführer Hans Mayer. Das wäre ein Mann von Format und Größe. Einer, der noch sagt was er denkt! Kein Interview ohne Tränen der Freude in den Augen. Kaum eine Schiedsrichterfehlentscheidung ohne treffenden Kommentar. Hans Mayer hätte sicher gut hierher gepasst.

Was ist mit den vielen Notlösungen wie Toppmöller, Völler oder Bernd Stange? Will der Vorstand des FC HANSAs wirklich behaupten, nie an einen anderen Trainer gedacht zu haben? Oder war Juri Schlünzs Trainerstuhl bereits von Intrigen durchbohrt und drohte schon vor einigen Wochen umzustürzen. Man wartete sicher nur noch auf den Gnadenschuss, bestach die Mannschaft besonders schlecht zu spielen und hatte bereits einen neuen Vertrag in der Schublade. Und alles nur um über die Schwächen des Vorstandes hinwegzutäuschen.

Aber man hat sich ja jetzt geeinigt und ist bereit diese Aufgabe gemeinsam anzupacken. Wenn es nicht anders geht auch mit Hilfe eines Gottes, der in der Gestalt von Martin Max erscheinen soll. Jörg Berger kündigte an, den Über(alterten)Stürmer zu seinem sechszehnten Comeback zu überreden. Wenn das gelingen sollte, bauen wir Jörg ein Denkmal, mit der Aufschrift: „Für den Helden, der auch die Alten und Schwachen dieser Gesellschaft förderte und unterstützte“