Der große, ganze Scheiß
Geschrieben von Imperator   
Donnerstag, 25. Oktober 2007

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Das kann doch alles nicht wahr sein. Die Dummheit, die Ungerechtigkeit, das verdammte Unvermögen so vieler, in allen Gesellschaftsschichten, in allen Unternehmensetagen und Parteien. Wo ist nur der Verstand der Menschen hin?

Drei Beispiele, für Karren im Dreck...auf Seite 2 

Es stirbt ein ganzer Landstrich kulturell aus, Vorpommern* wo Hopfen und Malz verloren ist und an anderer Stelle, Regionen dieses Bundeslandes, wo ein Funken Hoffnung besteht, wird durch sinnlose Umverteilung nach Parteibuch scheinbar wahllos und willkürlich Geld gestrichen, Geld geschenkt, Hoffnungen geweckt und Dynamik zerstört. Überall diese miesen Kompromisse, der stinkende Konsens, der niemanden hilft, sondern allen nur schadet. Rostock soll, um das Haushaltsdefizit zu eliminieren, alle Geldquellen ausloten und zu Bares verhökern. Südstadtklinikum, Stadtentsorgung, Wiro. So ein Quatsch. Endlich, nach tausenden Jahren Subvention, werfen diese kommunalen Unternehmen Gewinne ab und da sollen diese gleich veräußert werden? Herrgott, wann merkt diese verdammte Landesregierung eigentlich, dass Rostock die einzige Stadt ist, die überhaupt noch Zukunft hat? Wäre es da nicht angebracht, diese Region zu unterstützen, statt zu ruinieren?

Immer das gleiche, verlogene Hunde der Politik. Der Kurt Beck ist auch so einer! Sieht aus wie ein Igel und ausgerecht so einer will der Partei wieder Kontur verleihen? Ein Igel? Da hat der Herr Altkanzler Schröder Millionen von Menschen auf die Straße getrieben, die ihre Stimme gegen die Kürzungen von Transferleistungen nicht hinnehmen wollten. Und dieser schwere Kampf gegen die Massen von Arbeitslosen Beck_Igel.jpghat ihm sogar die Macht gekostet und da kommt der Herr Beck vorbei, nimmt den wackligen Aufschwung als Generalvollmacht und verspricht wieder mehr Gerechtigkeit. „Der Aufschwung geht an den Menschen vorbei!“ sagt der Herr Beck, ohne zu wissen, dass bei seiner geplanten Politik bald die Menschen am Aufschwung vorbeigehen - weil es den dann nicht mehr gibt. Das große Ganze hat er aus den Augen verloren. Jeder, der sich ein bisschen mit den demographischen Problemen dieses Landes beschäftigt hat, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, angesichts der Alg.-Eins-Debatte. Hauptproblem für unsere Misere der Beschäftigungslosigkeit so vieler Menschen ist die geringe Alterserwerbsquote. Und jetzt werden die Ü55-Jährigen mit Kusshand gebeten, doch anstatt Arbeiten zu gehen, lieber 2 Jahre Arbeitslosengeld I zu kassieren und dann gemütlich in den Vorruhestand zu wechseln. Am Ende fehlen der Wirtschaftswelt hunderttausende Menschen mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, Berufs- und Lebenserfahrung. Eine Gruppe in unserer Gesellschaft, die in wenigen Jahren die Mehrheit der Bevölkerung stellen wird.
Kurt Beck und seine Genossen mit dem gespielten Gerechtigkeitssinn.** Das einzige, was sie der SPD an Kontur verleihen, ist der stinkende Trott von Wendehälsen und Ideen der Kontraproduktivität.

Apropos Kontraproduktivität – die Suptras, oder Fanszene Rostock oder wie die sich jetzt nennen, ist auch so ein Ding. Was stand da beim letzten Heimspiel auf einem Transparent? „Wir sind der Verein“ Ach, ihr seid der Verein? Ihr, die durch die Straßen irgendwelcher Städte zieht; Angst und Schrecken verbreitet, ein so unglaubliches Negativmarketing für Rostock veranstaltet – Ihr seid der Verein? Verein für was? Verein für chronische Selbstüberschätzung? Verein für die Rettung der Fußball-Proleten-Kultur? Wenn ihr schon der Verein seid, dann wählt bitte aus eurer Mitte das Mitglied, was am wenigsten rassistisch, versoffen und verblödet ist und meldet es zum Probetraining bei Hansa an. Vielleicht ist ja ein unentdeckter Rydlewicz dabei.
Am 15. November, bei Hansas Mitgliederversammlung können sie dann ganz demokratisch Verein-sein. Jedenfalls die, die auch tatsächlich Mitglieder sind.

Bei so viel Dummheit in der Welt wünscht man sich den globalen Klimakollaps schon etwas früher herbei. Dann haben wir selbst in Rostock südländische Temperaturen. Wenigsten ein Grund, das große Ganze, diesen ganzen Scheiß gelassener anzugehen.

* Greifswald sei einmal ausgeklammert, da kann man noch was retten.
** Gilt für alle Parteien


Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 25. Oktober 2007 )