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Deutschland Katastrophenstaat – der längst überfällige Jahresrückblick 2005
Skandale und Katastrophen soweit das Auge reicht. Schon nach den ersten 40 Tagen des neuen Jahres stellt es sämtliche voran gegangenen 2004 in den Schatten. Angesichts des Hohn und Spottes, der über Deutschland in der Ausländischen Presse verbreitet wird, befinden wir uns wohl in einer schweren Krise. Da wird das Wort „Bananenrepublik“ in den Mund genommen, über handfeste Skandale gelästert und mit dem Kopf schütteln Unverständnis und Schadenfreude symbolisiert.
Aber eins nach dem anderen. Was ist den passiert, dass 40 Tage ausreichten, um 60 Jahre intensivster Imagebildung und Staatsmarketing sinnlos erscheinen zu lassen?
Thema Mooshammer – Ein Skandal, der wirklich alles mitbrachte, was sich die Medienwelt seit dem koksenden jüdischen Showmaster und dem schniefendem Fußballweisen wünschte. Rudolf Mooshammer, man vermutete seine Homosexualität schon lange, wird von einem Stricherjungen aus dem Kriegsgebiet Irak auf brutalste Weise erwürgt. Die wohl schillernste Figur der Münchener Chickeria geht auf dem Jungenstrich großkotzig einkaufen. Zwei Skandale verbergen sich darin, meine Damen und Herren. Zum einem, es gibt einen Jungenstrich in Stäubers Hochburg und zum anderen der Multimillionär Mooshammer zahlt seine Rechnungen nicht! Das er diesen letzten Konsum an Liebesdienstleistungen mit seinem Leben bezahlen musste, strotzt geradezu von Selbstironie.
Doch trotz der Dramatik, meine Damen und Herren, muss man sich doch fragen, wer hier wirklich das Opfer war! Der schwerreiche Modezar oder ein politischer Flüchtling, der durch fehlende Integration zum Morden gezwungen wurde. Er wollte doch nur seine 16-Köpfige Großfamilie im Nordirak eine bessere Zukunft ermöglichen!
Ob Deutschland diese Kriegserklärung des Irakis zum Präventivschlag gegen gewaltbereite Stricher missbraucht, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden.
Einziger positiver Nebeneffekt dieser Geschichte: Die deutsche Polizei, und damit der Rechtstaat Deutschland funktioniert prächtig! („Prächtig“ sollte ohnehin jeder Staatsbürger mind. einmal am Tag einer wartenden Menge an der Supermarktkasse ins Ohr brüllen. NA PRÄCHTIG, wo bleibt die zweite Kassen!)
Der Mörder wurde nach zwei Wochen gestellt.
Thema Schiedsrichterskandal!
Was geht denn da durch die Presse. Junger aufstrebender Schiedsrichter verarscht die gesamte Nation. Er wettet auf die vermeintlich schwächere Mannschaft, und trifft umstrittene Entscheidungen, die u.U. zum Elfmeter oder roten Karten führen.
Der Skandal fliegt auf, er erklärt seinen Rücktritt, hebt eben diesen nach nur wenigen Tagen wieder auf und wird daraufhin vom Deutschen Fußball Bund verklagt und plaudert, wie es keiner für möglich gehalten hat. Er ist sogar so zuvorkommend, dass er noch etliche andere Schiedsrichter, Fußballprofis und Vereinsfunktionäre mit in den Skandal verwickelt. Die Presse wühlt unterdessen in seinem Privatleben und deckt bemerkenswerte Kontakte zur kroatischen Mafia auf. Mit 25 Jahren schon so verdorben.
Das war eigentlich nur dem Auswärtigem Amt vorbehalten. Kontakte mit osteuropäischen Menschenhändlerringen zu unterhalten, meine ich. Noch so ein Skandal, der leider nur spärlich, dank Nazi-Harry und Schwuchtelmoosi, in den Medien auftauchte. Dabei liegt die Brisanz des Themas auf der Hand. Während die Bundesregierung nach jahrzehntelangem Verhandlungskampf ein Zuwanderungsgesetz auf den Weg bringen konnte, unterwandert das Auswärtige Amt jegliche Bemühungen und schließt höchst verdächtige Kontrakte mit einem international agierenden Menschenhändlerring. Ein Megaskandal!
Aber auch hier kann ich positives entdecken, meine Damen und Herren. Das Auswärtige Amt hat die Lage schon korrekt eingeschätzt. Was bringt ein neues Zuwanderungsgesetz, wenn es im Inland (von der brandneuen Bundespolizei – dem FBI ähnlich und in Blau gekleidet) nicht durchzusetzen gelingt und im Ausland nur müde belächelt wird. Daher lieber von Vornherein die Zuwanderung kontrollieren, indem man mit den Schieberbanden zusammenarbeitet. Da weiß man wenigsten, wie viele Betten für arbeitslose Weißrussen zur Verfügung gestellt werden müssen.
Weiter geht’s mit den Skandalen: 5 Millionen Arbeitssuchende! Inoffiziell 6,5 Millionen Nichtarbeitende. Ist das wirklich neu, sehr verehrte Leser?
Das haben wir doch schon immer vermutet. Und die inoffiziellen 6,5 Millionen könnten noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Zählt man einen Großteil der 3,5 Millionen Staatsbediensteten dazu, die fälschlicher Weise Gehälter kassieren aber keine wertschöpfende Arbeit verrichten, wäre die Magische Zahl von 7 Millionen locker drin. Das entspreche dann ungefähr der Arbeitsmarktstatistik von 1933. Da schein sich der Vergleich zur Ergreifung der Macht Hitlers förmlich aufdrängen. Aber Vorsicht, werte Leser! Das stimmt so nicht ganz.
Vor über 70 Jahren wurde noch nicht jeder als „arbeitslos“ gezählt, der keinen Verdienst nachweisen konnte. Frauen, Bauern und Tagelöhner mit unregelmäßigen Jobs wurden nicht erfasst. Zudem lag die Zahl der Bevölkerung 1933 bei 60 Millionen. Das heißt, die auf heutige Statistikverfahren bezogene Arbeitslosenquote betrug damals schätzungsweise 25 bis 30 Prozent. Das war vor über 70 Jahren. Und heute?
Der östlichste Landkreis unseres Bundeslandes hat die skandalöse Hürde von 30% auf bemerkenswerte Weise gerissen. Wen erinnert die all monatliche Vergabe der Arbeitslosenquote nicht an die Punktevergabe des Grand Prix Eurovision: Ueker-Randow – 33 Prozentpunkte!
Wen wundert es da noch, dass erfolgreiche Unternehmer wie Superstars gefeiert werden und 100 geschaffene Arbeitsplätze in der regionalen Presse die Titelseite zieren.
Deutschland also am Abgrund und wir mitten drin. Unsere Generation gelähmt von Zukunftsangst, Depressionen und Burn-Out-Syndrom.
Manchmal wünsche ich mir solche Skandale wie Englands Prinz Harry, der zum groyal-Nazi wurde. Da kann man wenigsten noch schmunzeln…
Eine Angenehme Restwoche wünschen der Imperator und das Skandalvermeidungskabinett
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