| Ein bisschen Eva, ein bisschen Immergut, ein bisschen Casting - Komm schon, Make my day! |
| Geschrieben von Imperator | |
| Dienstag, 1. Juni 2004 | |
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Ein bisschen Eva, ein bisschen Immergut, ein bisschen Casting - Komm schon, Make my day! Dass ich eingangs Clint Eastwood zitiere, kommt nicht von ungefähr. Eva, soweit mich meine Erinnerungen tragen, schönstes Mädchen im Immergut-Zelt hat der Welt und mir den Kopf verdreht. Der Welt, wegen der unüberhörbaren „Eva- wo is mein brauner Pullover!“ - Rufe des Kulturbande-Schattenkabinetts; mir wegen den kalten, schlaflosen Nächten… Alles begann auf dem Parkplatz, bei „The Vines“ in den Ohren, einem Klappspaten in der Hand und Bier am Hals. Das überaus gute Wetter hatte dem Alkohol unglaubliche Kraft verschafft und streckte die ersten schon am späten Nachmittag zu Boden. Da sich Bundeswehrerfahrungen schon immer ausgezahlt gemacht haben, hielt ich bis zur Tageswende durch. Mit dem Suppenzorro, Leuchtturm und Forum-Adimistrator der Kulturbande, schleppte ich mich Richtung Festivalgelände, schnorrte eine Zigarette und sah sie, Eva, vielleicht 20 Jahre jung, dunkles Haar, was ich übrigens noch nie als Freundin bezeichnen durfte (Stichwort: blondfixiert…) und konnte nicht anders, als ihr HALTLOSE Komplimente zu machen. Über Einzelheiten des Gespräches ist mir leider nichts mehr bekannt, weiß nur, dass wir meine anfängliche Begleitung achtlos im Stich ließen und uns der Band widmeten. Die war mir zum einen völlig unbekannt und zum anderen auch ziemlich egal. Und da gesunde Kommunikation jedoch nicht mit lauter Rockmusik harmoniert, gönnten wir uns ein wenig frische Luft. Die war nicht nur gesund, sondern auch äußerst kalt und so geschah das unfassbare. Ich gab ihr meinen braunen Pullover! Frische Luft macht allerdings ebenso durstig und ich lud sie zu einem Bierchen in unser Castingbüro ein. Eine Aktion der Kulturbande, die bezwecken sollte, einen php-Programmierer für diese Provinzseite zu engagieren* und natürlich um hübsche Mädels zu casten, die nicht nur auf schnellen Sex aus sind. Eigentlich ein voller Erfolg, stellten sich doch 10 Menschen vor, von denen ich bereits acht gut kannte und eine völliger Ausschuss war. Und ich castete auch Eva mit meinem braunen Pullover. Anfangs ein wenig aufgeregt, doch später professionell bot Sie irgendein Gedicht dar. Ich ging in mein Zelt um diese schwierige Entscheidung zu überdenken und schlief ein. Eva wartete draußen, doch verschwand bald darauf mit meinem braunen Pullover! Am nächsten morgen wurde mir das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst. Der einzige Pullover den ich mit hatte, war allem Anschein nach an Eva verloren und das ungute Gefühlt zum wiederholten Male im betrunken Zustand Mädchen fürs Leben finden zu wollen. Die mitgereiste Kulturbande klärte mich über nötige Einzelheiten auf: Eva stammt aus Sachsen oder Sachsen-Anhalt und sächselte demnach wie nichts Gutes. Es war Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und das vermisste H&M-Stück wieder in meinen Besitz zu überbringen. Leidensgenosse Peach und AdjuBa halfen mir mit lautstarkem Gebrüll, Eva zu finden. Gegen 21 Uhr brach die Nacht und die Temperatur ein. Der Pullover fehlte schmerzlich und so borgte mir Kulturverantwortlicher Thomas L. seinen Lumpen. Eva muss an mich gedacht haben, als sie in meiner Abwesenheit den Pullover auf eine Decke vor dem Castingbüro legte. Danke Eva, nur leider zu spät. Der Imageverlust, den mir der geborgte Lumpen einbrachte ist leider nicht mehr wettzumachen. Und so bist du mir ein paar Antworten schuldig: Es sollen Fotos von der Übergabe gemacht worden sein. Wo sind die? Hast du wirklich so unglaublich gesächselt? Hatte ich schlechten Atem und war wirklich so betrunken, wie mir der morgendliche Kopf verriet? Hat der Pullover nicht gestunken wie die Pest und wolltest ihn nur aus Höflichkeit anziehen? Neben Antworten will ich mich aber auch bei dir entschuldigen. Für alles Ungerechtfertigte und Amateurhafte, für den unangekündigten Abgang und für den Missbrauch deines schönen Namens. Eva, wenn du verzeihen kannst, melde Dich: *(auszusprechen wie die Sängerin von „Wir Sind Helden“) Vorheriger BeitragPunk hat viele Gesichter - die Kulturbande ist eins davon... Nächster Beitrag: Ein vergessenes Genre - Berufsbeschreibende Musik |
