| Mensa mit Chi und Rho |
| Geschrieben von Imperator | |
| Donnerstag, 31. Januar 2008 | |
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In Rostock ist man Rekorde und Spitzenwerte in allerlei Ratings und Rankings gewöhnt. Man bezahlt hier seine Online-Rechnungen am spätesten, man hat als Kommune das höchste Defizit, die brutalsten Fans der Fußballbundesliga und noch weitere Bewertungen, die mal mehr mal weniger schmeichelhafter Natur sind. Doch auf eine Bewertung ist der Rostocker besonders stolz und beansprucht seit jeher eine Spitzenposition: In der alljährlichen Wahl der BESTEN MENSA DES JAHRES der Unicum.
Ein Blick auf die nüchternen Daten verrät, dass auch dieses Jahr ein Platz in den Top 3 sicher drin gewesen wäre:
Nun muss man zwar kein Experte sein, um zu sehen, dass die Teilzufriedenheiten im Punkto Freundlichkeit, Service und Atmosphäre signifikant schlechter als die Bewertungen bei Geschmack und Auswahl sind. (bei Nicht-Normalverteilung, mit 5% Irrtumswahrscheinlichkeit, nach Mann-Whitney-U --- im Kopf überschlagen) Doch können diese Ergebnisse verschiedenartig interpretiert werden: KB hat drei Ansätze gefunden, die Ergebnisse anzuzweifeln: methodischer, politischer und soziokultureller Natur! (Seite 2) Methoden-Beschwerde: Es stellt sich hier die Frage, mit welcher Gewichtung die einzelnen Variablen in die Gesamtbewertung eingingen. (An dieser Stelle sollte vielleicht mal ein findiger Soziologe oder Demograph mit entsprechender Software eine Regressionsanalyse durchführen!) Wie setzt sich die Kundenzufriedenheit der Studenten zusammen? Sind alle Teilzufriedenheiten gleichwertig oder übersteigt die Bedeutung des Geschmacks vielleicht die der Atmo? Korreliert nicht das Serviceempfinden mit der Freundlichkeit und anderesherum? Wurden die Rostocker Studenten aufgrund zweifelhafter Berechnungsmethoden um ihren verdienten Platz an der Großgastronomie-Sonne gebracht? Soziokulturelle Beschwerde: Oder aber eine Differentialdiagnose frei nach Dr. House findet bessere Antworten. Hat die hohe Bewertung des Geschmacks etwas mit der „BMI-Index-Messung“ der letzten 5 Jahre zu tun, die den Rostockern den Ruf der dicksten Großstadtdeutschen eingebrachte? Es könnte demnach auch an der Verfressenheit der Mensakunden liegen und dort der wahre Grund für die niedrige subjektive Dienstleistungsqualität zu suchen sein. Es könnte ja schließlich sein, dass der verfressene Student unter BIG-Portion etwas anderes versteht als die Mensaleitung. Z.B. noch ein Stück von der Fetten-Groben hinter der Theke. In diesem Falle ist es nicht Unfreundlichkeit, was der Gast an der Theke sieht, sondern die nackte Überlebensangst! Nüchterner betrachtet ist wahrscheinlich auch die große Auswahl, der gute Geschmack und die Dauertiefstpreise ein Hauptgrund dafür, dass die Mensa Süd seit Jahren überlaufen ist und deshalb der Service und die Atmosphäre darunter litten. (Man munkelt ja schon lange über einen Neubau in der KTV) Politische Beschwerde: Oder sind es politische Gründe, die das studentische Proletariat dazu veranlassten, die Mensaleitung für umstrittene Entscheidungen abzustrafen - einen Denkzettel zu verpassen - Protest zu wählen – eine Linkskorrektur zu erwirken. „Essen zuerst für Bares, Mensacard raus, Wir sind das hungrige Volk“? Es wissen doch alle, dass Studenten einen Hang zur Dramatik haben. Einen gesunden Hunger wünscht, Dipl-Imp und die Kulturbande *- jetzt auch nachweisbar zertifiziert PS: Zur Aufheiterung nun ein Blick in meine Geheimtruhe lustiger Bilder:
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