Operation: Last Green Planet
Geschrieben von Imperator   
Freitag, 7. September 2007

erdball_klein.jpgEs kommt von Zeit zu Zeit vor, dass sich Menschen, die aus Versehen oder mutwillig einen Eimer Deckweiß in den Vorgarten des Nachbarn kippen, einen kurzen Moment dem versickernden Sondermüll nachschauen und inne halten. Diese Momente sind die Glanzstunden des Umweltschutzes. Glanzstunden der Grünen, der Ökowissenschaft und seit einiger Zeit auch Glanzstunden der Kulturbande – der Mensch denkt endlich aktiv über die Konsequenzen seines Handelns nach.
In einer neuen, nunmehr 50sten losen Serie verfolgen wir die wichtigste Aufgabe aller Aufgaben - also mit nichts weniger als die Überaufgabe der Gesellschaft: Der Energiefrage.

Nun, es ist mittlerweile vielen Erdbewohnern klar, dass Umweltschutz vor der eigenen Tür anfängt und in der Familienbadewannenfüllung noch lange nicht endet. Wir sollten sorgfältiger mit der Natur umgehen, wir sollten vorsichtiger mit den Ressourcen wirtschaften, wir sollten umsichtiger mit Energie arbeiten. Diese drei Grundsätze beachtend, können wir das Sterben der Erde um einige 100 Jahre hinauszögern. Anreiz genug, über neue, alternative Energiegewinnung nachzudenken.

Folge 1: Das TLCC

Das TLCC (Total-Local-Clime-Concept)

Nüchtern betrachtet handelt es sich bei diesem Konzept in der Grundidee um einen Wärmekraftwerk, welches nichts anderes macht, als über den allseits bekannten Kamineffekt die Konvektionsenergie aufströmender Luftmassen zu nutzen und durch die axiale Beaufschlagung einer Francis-ähnlichen Turbine einen Generator zur Stromerzeugung anzutreiben. In der Theorie funktioniert dies seit geraumer Zeit, doch hätten bisher die baulichen Ausmaße eines effizienten Wärmekraftwerks alle je da gewesenen Ingenieursleistungen unserer Zeit um ein vielfaches übertroffen.

Kurz: Man müsste eine Fläche von über 8km² mit Kollektoren errichten und einen 1500m hohen Kamin bauen, um lediglich 40MW Nutzleistung zu erreichen. Wir wollen mehr! Wir wollen ganze Städte mittels Wärmekraftwerken versorgen.

Dazu benötigt man nichts anderes als Sonnenstrahlung, eine Art Treibhaus, in dem die Luft erwärmt werden kann und einen Kamin, der die aufsteigende Luft bündelt und durch eine Turbine jagt. In der aufgeführten Skizze ist schematisch ein solches Wärmekraftwerk dargestellt.

Als Grenzschicht dient hier eine neuartige (muss noch erfunden werden) ozonähnliche Gasschicht (wasserdurchlässig), die in einer Höhe von ca. 2km schwebt und den Mantel eines Treibhauses bildet. Durch die Energieverschwendung der Menschen sowie der Sonneneinstrahlung wird unterliegende Luft erhitzt. Ein lokal begrenztes, eigenständiges Klima mit Winden und Wolken entsteht.

Total_Local_Clime_Concept3.jpg
Durch diese Bauart können sowohl der Energiebedarf einer Stadt gedeckt als auch eine sehr nützliche Luftzirkulation im Stadtgebiet erreicht werden. Das Ende von Smog und Co. ist greifbar nah! Durch die teils äußerst windigen Ecken am Rande des Treibhauses kann zusätzlich Energiegewinnung durch Windparks realisiert werden.
Eine aus touristischen Aspekten nützliche Nebenerscheinung ist der Diskoeffekt. Die Licht-Reflexion der Turbine am Himmel wird Open-Air-Partys in jedem Falle verschönern.

Dieses neuartige Total-Local-Clime-Concept besticht durch eine eigenständige, klimaunabhängige Dauerversorgung großer Städte zuzüglich regulierbarer Frischluftströme.

Die Zukunft kann kommen!!
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 7. September 2007 )