| PM-Archiv: Die Welt der Floskeln |
| Geschrieben von Imperator | |
| Montag, 17. Februar 2003 | |
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Nunja was soll ich sagen, du weiß doch wie das ist, es gibt halt solche und solche. Ja und so kommt eins zum anderen und ich weiß nicht was ich sagen soll, es ist eben so. So spielt nun mal das Leben. Da kann man nichts machen. Entweder man hat's, oder man hat's nicht. Niche. So ist das, wenn man älter wird. Man ist ja nicht mehr der Jüngste, da passiert halt mal was Unvorhersehbares. Schicksal eben. Pech gehabt. P.P. Damit muss man nun leben. Hilft ja nix. Da muss man jetzt durch. Tja , da hat man's nur gut gemeint und dann sowas. Ich versteh das nicht, die anderen sind doch auch nicht so. Die Anderen sind sowieso immer anderes. So normal. Laut meiner Mutter. Und wenn ich meiner Mutter so zuhöre, da fällt mir auf, wie die Floskeln unser Leben bestimmen. Kaum ein Satz, niche, der nicht mit einer Floskel endet oder beginnt. Das mag einerseits nicht verkehrt sein. So lockert doch ein Mitleid erregendes "So ist das Leben nun mal" (plus einem anschließenden, kollektiven, tiefem Seufzer) eine traurige Geschichte auf. Doch beschränkt sich der Otto-normal fast ausschließlich auf solche Redewendungen. Wenn mir der Werftarbeiter eine Geschichte erzählt, dann besteht diese zu 70% aus Floskeln und zu den noch fehlenden 30% aus der Hammergeschichte. Freilich, ich habe gelacht, doch empfand ich es eher als störend, dass diese wunderschöne Werftanekdote durch die Nichtsagenden Lebensweisheiten zerstört wurde. Aber es gibt halt solche und solche. Und am Ende hat man gar nichts!
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