PM-Archiv: Impressionen eines Hansaspiels
Geschrieben von Imperator   
Donnerstag, 23. Januar 2003

Jetzt geht's wieder los. Und fast alle Männer und auch hie und da eine Frau singen und springen auf jedem Fußballplatz. Und da durfte das Schattenkabinett nicht fehlen. ¼ Stunde vor dem Spiel:
Mit Bier und nen Kippchen auf Stehplatzsuche.
12 Minuten vor dem Spiel:
Mitgrölen der Spielernamen. Doch dann blitzte ein Name auf: HARTMUT und das Schattenkabinett einstimmig STRAMPE! Der Schiedsrichter!
5 Minuten vor dem Spiel:
Die Gründung des Fanclubs "Wir lieben Hartmut Strampe und seine Frau e.V." wird ausgerufen. Vier Mitglieder + der Star höchstpersönlich bilden ein unzertrennliches Team.
Anpfiff Hansa vs. 1860 München:
Bier leer.
21. Minute:
Der Imperator kündigt die Freundschaft und die damit verbundene Fanzugehörigkeit zu Hansa auf und wird zum neutralen Beobachter. (Spielstand zu dieser Zeit: 0:3 für Munich)
34. Minute:
Fehlentscheidung vom Unparteiischen Strampe. Der Fanclub "Wir lieben Hartmut Strampe und seine bezaubernde Frau e.V." erlebt die erste große Krise. 60 Sekunden später wird Insolvenz angemeldet und die Vier Mitglieder gehen zerstritten auseinander.
Halbzeit:
Die vier Mitglieder besinnen sich und gründen einen Nachfolgefanclub. Gleicher Name, gleiches Ziel: "Eine Nacht mit Hartmut!"
70. Minute:
M. Schroth(1860 München) sticht den Dolch bis zum Anschlag in Armin Veh's Rücken. 1860 München oder "die Löwen", wie sie liebevoll genannt werden, haben 12000 Fans mehr. Frenetischer Beifall aus allen Richtungen. 1:4. Die Niederlage Hansas ist besiegelt.
Abpfiff:
Das Stadion brüllt wie von Sinnen: HARTMUT STRAMPE- PFEIFENGOTT! Alle sind sich einig, dass der Schiedsrichter heute der beste Mann auf dem Platze war.

So kann ein Spiel des F.C. Hansa Rostocks aussehen. Doch 6,- sind nun Weißgott nicht gerechtfertigt. Dieser Verein braucht einen Joker. Ein Joker, wie Chalaskewitsch einer war. Ein jeder erinnert sich an das Tor des Jahrhunderts. Das 3:2 gegen Dortmund Neunzehnhundertfünfundneunzig. Doch warum spielte dieser Mann nie von der 1.Minute an?
Ich glaub, er stand vor jedem Heimspiel 13 Stunden vor der Deutsch-Polnischen Grenze "Pomellen" im Stau. Autoschieberei kann so anstrengend sein.
So etwas ist nicht selten im "alten Europa". Wo wir beim Thema wären.
Ein ungutes Gefühl beschleicht mich, wenn ich an die aktuellen Geschehnisse im Nahen Osten denke. Aus einem friedlichen, moslemischen Gebiet wird der größte bewaffnete McDonalds der Nordhalbkugel.
Und die durch Mr. Rumsfeld unterzeichneten Einberufungen tragen nicht unbedingt zur Entspannung bei. Ebenso wenig wie seine frühpubertären Äußerungen Richtung Mr. Chirac und seinem Busenkumpel Mr. Schröder. Was ist demnach zu unternehmen, um den Vertreter der westlichen Welt aufzuhalten?

Lösung: "Milliarden in Saddams Arsch!"

Pro Senfgas in Langstreckenraketen!
Gegen eine Amerikanisierung des Nahen Ostens!
Aber wir von Partymob sind hochgradig neutral und sehen die Welt mit Objektivität.
Daher muss ich mich für heute verabschieden und wünsche auf diesem Wege jedem Partymobber eine ausgesprochen positive Woche.