PM-Archiv: Rostocks Äther
Geschrieben von Imperator   
Montag, 20. Oktober 2003

Berlin und Greifswald haben es schon. Kleine polnische Städte, kaum größer als Doberan, haben es. Doch Rostock nicht! Was ist das?

Ein eigener Lokal-Radiosender, meine Freunde. Und damit das hoffentlich nicht mehr lange so sein wird, darf eine Gruppe äußerst engagierter junger Menschen ab Donnerstag dem 23.10.2003 für elf Tage Musik und Kultur durch den Äther jagen.
Partymob.de steht natürlich voll hinter diesem Projekt, da es mit Sicherheit die Lebensqualität in unserer beschaulichen Hansestadt fördern wird.
Nun, was soll denn da laufen, fragst Du Dich vielleicht und ich verweise mit höchster Zufriedenheit auf das Programm des Lokalradios Rostock "LOHRO". Mit Sendungen angefangen von Vorstellung und Auftritt Lokaler Bands, über "Szene Extra" bis hin zu den Deutschen Alternativen Trendchats(DAT20). Ein äußerst gemischtes Programm, was vielleicht eine breite Menge Jugendlicher oder solchen, die es einmal waren, ansprechen wird. Es bleibt abzuwarten, meine Freunde, doch steht Eines sicher fest: Ein Lokaler Radiosender muss in Rostock zur Pflicht werden!!!!
Auch auf die Frage, wie Du das denn alles genießen, sprich empfangen kannst, hat Partymob eine Antwort: 90,2 MHz über UKW und 94,0 durch das lokale Kabelnetz. Frequenzen, die Dein Leben beeinflussen könnten.
Hoffentlich auch das Leben jener Hansa-Spieler, die den Abstieg der einzigen Ostdeutschen Profi-Fußball-Mannschaft am vergangen Wochenende besiegelten.
Armin Veh, hierzulande als "Riesenschisser" tituliert, in Augsburg als Verräter gefeiert, ließ vor zwei Wochen die Mannschaft im Stich und wechselte in Mitten der Saison den Verein. Das Präsidium geschockt und mit einem Blick stets auf die Bilanz, verkündete vor kurzem die Verpflichtung eines neuen Trainers, der entgegen einiger Stimmen aus Presse und Medien die "ERSTE WAHL" gewesen ist. Juri Schlünz heißt er und ist seit 35 Jahren treuestes Vereinsmitglied. Ja der Juri hatte mal eine glänzende Statistik vorzuweisen. Als Feuerlöscher galt Juri unter den Fans als äußerst beliebt und sympathisch, doch als Chef-Trainer sagte man ihm fehlende Erfahrung nach. Ob und wie er die Kogge aus dem Dreck ziehen will, verriet er keinem und verwies stattdessen auf das Auswärtsspiel in Wolfsburg.
Nun, das haben wir ja alle gesehen und stellten eine unbefriedigende zweite Hälfte fest.
Abstieg? Mit Sicherheit!
Und was uns noch alles bevorsteht, male ich mir nur ungern aus. Hertha BSC Berlin heißt der Gegner in den nächsten zwei Spielen. Und wenn eine Mannschaft in der Bundesliga noch beschissener spielt als Hansa, dann ist das Hertha. Und so wird uns am Sonnabend ein Fußball-Gekicke geboten, was wohl eher an Amateurliga erinnert, als an den höchstbezahlten Deutschen Sport. Und der Partymob hat bereits die Karten gekauft...
Hoffen wir also das Beste und vor allen Dingen, dass Juri Schlünz nicht sein Gesicht/Ruf/Ehre verliert…

Auf in eine neue arbeitsreiche Woche wünscht:


der Imperator und das Nimmer-Zufriedene Schattenkabinett