PM-Archiv: Rudi rechnet ab!
Geschrieben von Imperator   
Montag, 8. September 2003

Was ist geschehen, dass die Fernsehlandschaft auf dem Kopf steht?
Wir versammelten uns vor dem Fernseher und schauten Fußball, so wie wir das eigentlich schon immer taten. Wenn Deutschland spielt, muss man einfach dabei sein. Und es war ein Samstag Abend-Fußballspiel wie wir es nicht anders erwartet hatten. Langweilig bis aufs Letzte. Und so verbrachten einige mehr Zeit beim Rauchen vor der Türe oder Grill anheizen oder bei sonst irgendwas, dass einem die Entschuldigung gibt, dieses Spiel nicht länger ertragen zu müssen. Es war scheiße.
Doch einige der Angestellten unten auf dem Platz können sich für diesen Tag den Pokal überreichen.
Für die beste Nachberichterstattung auf der Welt.
Die Triebtäter:
Günther alias "mein Perückenmacher ist gestorben" Netzer;
Gerhard "In meinem Kopf hab ich eine" Delling und der legendäre
Waldemar "Alle Spielerfrauen stehen auf mich" HARTmann.

Das Opfer:
DER DEUTSCHE FUSSBALL

Und damit hier keiner Ausreden erfindet, warum er dies hier nicht versteht, gibt's bei Partymob.de Auszüge vom Gespräch!

Gerhard Delling: "Spätestens jetzt ist klar: Die Samstagabend-Unterhaltung steckt in der Krise."

Rudi Völler (nach der zweiten Frage im Interview mit Waldemar Hartmann): "Das was der Delling da gesagt hat, das ist schon ne Sauerei! Samstagabendunterhaltung? Da soll der Delling doch zu "Wetten, dass" gehen und den Gottschalk ablösen."

Hartmann: "Was meinen Sie damit genau?"

Völler: "Das mit den Tiefpunkt, was der Delling gesagt hat. Wenn ich das schon höre: Tiefpunkt, niedriger Tiefpunkt und noch 'n niedrigerer Tiefpunkt! Das ist eine Sauerei."

Waldmar Hartmann: "Was er sagen wollte ..."

Völler: "So ein Käse, ich lass' mir das nicht mehr bieten. Solche Sachen wie die vom Delling."

Hartmann: "Nun, Rudi, ich bin doch nicht der Rechtsbeistrand vom Kollegen Delling, ich bin Journalist! Ich stand mit dem Sepp Maier hinterm Tor die erste Halbzeit und wir waren uns einig, dass das ein statisches Spiel ist."

Völler: "Käse. So einen Käse will ich nicht mehr hören. so'n Scheiß! Das ist das Allerletzte, da wechsle ich doch den Beruf. (... ) Ich brauch das ja nicht: "Rudi du bist der Beste", "Rudi du bist der Schönste" - das brauch ich alles nicht."

Hartmann: "Für die Kritik ist doch Ihre Mannschaft der eigentliche Ansprechpartner!"

Völler: "Wir waren hier beim Tabellenführer! Da sollen wir hier herkommen und die einfach mal wegputzen, oder? So ein Mist. Klar ist, dass vom Vize-Weltmeister ein Tick mehr kommen muss. Aber so ein Käse. Ich halte das nicht mehr aus, ich bin keiner, der hier an seinem Sessel festklebt wie der Ribbeck oder Vogts früher (...) Ihr müsst doch mal endlich vom hohen Ross runterkommen, früher... Was hat denn der Günter früher für einen Scheiß gespielt? Standfußball war das doch früher. Alles in den Dreck zu ziehen ist für mich unterste Schublade."

Hartmann: "Ich verstehe die Schärfe nicht ..."

Völler: "Ja, du bist ja auch nicht gemeint. Du sitzst hier locker und in aller Ruhe und hast schon drei Weizenbier getrunken... "

Hartmann: "In Island gibt es gar kein Weizenbier, ich weiß nicht, ob wir jetzt in diesem Stil weitermachen sollen ... Wir können aber nachher auch gerne zur Dopingprobe gehen."

Netzer (wird zugeschaltet): "Es stimmt, dass wir früher auch schlecht gespielt haben. Wir haben dann auch zehn Klassespiele nacheinander abgeliefert. Aber so eine Anhäufung, wie sie jetzt Rudi Völlers Mannschaft abliefert, gab's bei uns nicht. Er kann froh sein, wie er bei uns im letzten Jahr noch weggekommen ist."

Völler: "Die zehn überragenden Spiele hintereinander will ich aber gesehen haben. Das muss vor dem zweiten Weltkrieg gewesen sein! (...) Das mit dem Weizenbier nehme ich zurück, sonst nichts. (...) Wenn ich mich jetzt nicht wehre, bin ich untragbar. Was sich Ribbeck und Vogts früher haben gefallen lassen, kann man mit mir nicht machen. Das ist mir die Sache nicht wert."


Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 2. Oktober 2007 )