| PM-Archiv: Trauerspiel Stralsund |
| Geschrieben von Imperator | |
| Montag, 24. März 2003 | |
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Als ich es hörte, wollte ich es nicht glauben. Als ich es dann sah, verschlug es mir die Sprache. Vor nicht allzu langer Zeit berichtete mir ein enges Familienmitglied ein Ereignis, dass in unmittelbarer Beziehung zur Hansestadt Stralsund stand. Da ich meinen geschwollenen Hals bezüglich dieser Stadt nicht leugnen kann, interessierte mich die Geschichte tatsächlich. So bekam ich zu hören, dass beim letzten Umzug meines Bruders eine Wohnungsauflösung anstand, da die Ex-Mitbewohner getrennte Wege gehen wollten. Und da man sich über die Jahre die ein oder andere Anschaffung leistete und am Tage des Auszuges die weitere Verwendung sowie die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt werden konnten, wird ein Sperrmüllcontainer bestellt und eben diese Sachen einem neuen Zweck zu überlassen. So stellten die jungen Studenten die nutzlose Ware auf die Straße. Keine zehn Minuten später tummelten sich eine Horde Menschen, vermutlich Russischer Abstammung, um den Platz der Gescheiterten. Nachdem die Studenten fast die Hälfte der unbrauchbaren Möbel herunter geschafft hatten, befand sich an der Ablagestelle nur noch ein Bruchteil von dem, was sie vor keinen zwanzig Minuten abgeladen hatten. Die Russen rochen, dass da noch mehr Möbel zu holen seien und orderten per Mobiltelefon Verstärkung in Form eines LKWs.
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