| Punk hat viele Gesichter - die Kulturbande ist eins davon... |
| Geschrieben von Imperator | |
| Dienstag, 27. September 2005 | |
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Vor zwei Monaten, und das erzähle ich nicht ohne Stolz, habe ich erbitterten Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet. Auf dem Rückweg von einer Ausstandsparty bin ich merklich angetrunken über den Campus geschlendert. Es war kein richtiges Schlendern, sondern eher ein Kriechen, wie man es von betrunkenen Straßenkindern kennt. Wie es zu der Entstehung diverser Schürf- und Platzwunden an meiner linken Kopfhälfte gekommen war, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geläufig. Die verschleierten Erinnerungen setzen erst wieder ein, als mich der ranghöchste Wachmann der Fachhochschule auf seinem Kontrollweg äußerst unsanft geweckt hatte. Seine Worte
Der Wachmann, der im Übrigen auf dem linksstehenden Bild dem Original verblüffen ähnlich sieht, griff daraufhin völlig verängstigt zum Funkgerät und forderte mit zitternder Stimme Verstärkung. „Wachmann in Gefahr“. Ich für meinen Teil ließ es bei dieser ersten Warnung bleiben und schlenderte genügsam in Richtung meiner Wohnung. Ich lachte mir schon ins Fäustchen, da der Weg im Normalzustand in weniger als 5 Minuten zu bewältigen war. Doch Alkohol und schwere Beine belehrten mich eines besseren. Nach ca. 7 Minuten traf die Verstärkung ein. Zwei vollbesetzte Polizeibusse griffen mich auf. Die ganze Prozedur ließ ich geständig über mich ergehen. Von den anfänglichen Sprüchen in allerbester „Ich kenne meine Rechte“ – Manier konnten mich die freundlichen Beamten Gott sei Dank abbringen. So ersparten sie mir weitere Peinlichkeiten. Dafür bin ich sehr dankbar. Nach Alkoholtest und Taschendurchsuchung ließen sie mich gehen. Ich war wieder ein freier Mann. Da fühlte ich mich zum ersten Mal wie ein richtiger Punk! Es ist also amtlich. Die Kulturbande besteht aus Punks. Bekennende und praktizierende Punks, überzeugt bis ins Mark. Das glaubt man häufig nicht, weil die meisten von uns im Besitz eines fahrtüchtigen Autos sind und guten vom schlechten Wein zu unterscheiden in der Lage sind. Typische Verhaltensmuster lassen sich nahezu täglich bei uns beobachten: Der Peach hat mal einer bettelnden Punkfrau anstelle des geforderten Euros Bananen in die Hand gedrückt. Und das mit den Worten: „Saufen is doch auf Dauer auch langweilig. Du brauchst Vitamine!“ Das ist gleich doppelt Anti! Oder unser Chefprogrammierer Operator. Der hat zur letzten Stralsunder Mensaparty randaliert wie ein Großer. So etwas war bisher nur über den Forumadministrator Suppenzorro bekannt. Und Thomas spielt Schlagzeug in `ner Punkband. Dann muss er ja Punk sein obwohl er mit EC-Karte bezahlt und ein Vertragshandy hat. Ich sags ja, Punk hat viele Gesichter. Linktipps:„Der Gläserne Punk“ -> Wie die Punks wirklich Denken, haha. Musiktipp:Tacho – „Es soll wohl so sein“Sultans of Ping F.C. – “Where's Me Jumper” Angenehme Woche wünscht, der Imperator und das Schattenkabinett Vorheriger BeitragMit SMS in den Wahlkampf Nächster Beitrag: Ein bisschen Eva, ein bisschen Immergut, ein bisschen Casting - Komm schon, Make my day! |
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 18. Oktober 2005 ) |
