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So oder anders klingt es, wenn die Jugend untereinander aneinander gerät. Das endet oft nur bei ein paar Sprüchen oder harten Widerworten, manchmal bei Backpfeifen der höhnischen Art, manchmal… und das ist tragisch, wirklich brutal...
Sitze ich doch jüngst beim netten Grillen im Garten mit gleich 3 Opfern unseres brutalen und fehlgeleiteten Stadtlebens zusammen. Der eine, seines Zeichens eine ganz große Persönlichkeit, schaut beim geselligen Gelage einfach mal zu tief ins Glas und lässt sich jenes auch gleich tief ins Gesicht rammen. Die Folge könnte man vielleicht gerade noch als „blaues Auge“ betiteln. Da gibt man als Gepeinigter im Zuge dessen auch gerne mal Marvel Comic Helden wie Hulk oder etwa der netten Kellnerin am Tresen die Schuld, um weitere Probleme nicht zu scheuen.
However, diese Art von Freizeitgestaltung fetzt mal so gar nicht.
Was uns gleich zu Person 2 bringt, der als vom Aussterben bedrohter und ganz g´schmeidiger Pazifist dennoch ein selbstzerstörerisches Talent an den Tag legt und todesmutig ein paar pöbelnde Voll-Horste in die Flucht schlägt, weil die sich über ein kleines Grill-Fest im Barnstorfer Wald stürzen wollen, um zu misshandeln und zu brandschatzen. Die Verletzungen waren kaum der Rede wert, doch schließt sich gleich die äußerst tragische Geschichte der Person 3 an. Seines Zeichens ebenso pazifistisch wie auch groß, wenn es darum geht, im Stadion die neusten Hymnen am lautesten zu gröhlen. Auf der Straße klappt das auch ab und zu mal und deshalb findet sich schon der eine oder andere Mitgröhlgenosse, den man zwischen Wodka und Schlaf noch fix kennen lernt. Bei der Kommunikation unter solches gleichen funktioniert dann aber oft das Wichtigste nicht: das Gespräch. So packt dieser irre Mitgröhler die Kelle aus und lässt Person 3 durch eine gekonnte Links-Rechts-Kombi kurzerhand zu einem Nasenbären mutieren.
Dergleichen Geschichten ergeben sich häufig und auf verschiedenste Art und Weisen, drehen sich aber doch immer wieder um das eine Thema: Zivilcourage. Da war doch noch wer, der´s gesehen hat, nicht eingeschritten ist und überhaupt...
Was tust du, wenn ein am Boden Liegender von drei Angreifern getreten wird?
Läufst du dem Bus hinterher, in dem jemand „bearbeitet“ wird, um den entsprechenden Personen-Bearbeiter des zu Busses zu verweisen.
Beendest du dein Telefonat auch ohne Verabschiedung, wenn die nette Aldi-Verkäuferin von zwei Nappeln angemacht wird?
Findest du es sonderbar, dass dich deine pazifistische Grundeinstellung trotzdem nicht vor solchen Idioten bewahrt?
Und ohne weiteres Drumherum bleibt das mal zum Nachdenken so stehn!
In diesem Sinne: Frieden! Und lasst euch nich anquatschen! |