| Biwak - Grillen im Freien |
| Geschrieben von Imperator | |
| Freitag, 17. August 2007 | |
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Seite 1 von 7 Jetzt wo unser Vaterland die Interessen am Hindukusch vertritt und durch vermehrte Geiseldramen die Afghanistankrise zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, begann auch ich, mich an die alten Zeiten bei der Bundeswehr zu erinnern. Dass viele Männer unbezahlbare Alkoholerfahrungen während ihres Dienstes machen, ist hinlänglich bekannt, doch bei der Bundeswehr gibt es weit mehr zu entdecken. Zum Beispiel die Grenzen der Belastbarkeit. Wie es sich für eine anständige Grundausbildung gehörte, habe auch ich ein mehrtägiges Biwak (frz. bivouac = Feldlager, Nachtlager) durchstanden. Meine Kameraden waren allesamt gespannt, welche Überraschungen ein paar Tage im Freien in einer feuchten Novemberwoche auf uns lauerten. Ein ungewöhnlich weiser Leutnant sagte uns am ersten Tag der Wehrdienstes: „Vergesst alles, was ihr über die Grundausbildung gehört habt – macht einfach eure eigenen Erfahrungen“ Nun gut, auf geht’s, Erfahrungen machen! Die Abmarschbereitschaft war hergestellt, die Truppe in effektive Kampfeinheiten aufgeteilt. Meine Gruppe wäre für Demographen sehr interessant, da sie einen gesunden Querschnitt der Gesellschaft darstellte. Mit einem gelernten Fliesenleger, einem Koch, mehreren Bauarbeitern und zwei Abiturienten konnten alle Themenbereiche abgedeckt werden. Am Anfang dachte ich, dass die Rollen klar verteilt sind. Der Koch übernimmt die Verpflegung, die Handwerker kümmern sich um die Unterkunft und die Abiturienten lesen ein Buch, zur Not auch laut vor.
Wie dem auch sei, unser Marsch in die Wildnis begann. In verheißungsvoller Vorfreude auf kilometerlanges Wandern haben wir uns mit Wasserflaschen und Brötchen eingedeckt. Das stellte sich als unnötig heraus, als wir nach ca. 15 Minuten Marschieren unser Einsatzziel erreichten. In Sichtweite zur Mannschaftskantine. Unser Gruppenführer begann die Aufgaben zu verteilen. Zelte, Kampfstände, Feuerholz, Verpflegung. Mir wurden Planung und Bau einer Straßensperre anvertraut. Mit Spaten und Axt sollte genügend Baumaterial gesammelt werden, dass selbst schwere Fahrzeuge diese nicht durchbrechen können. Nun ja, die leise Anmerkung bitte nur kranke Bäume zu fällen, konnte angesichts dieser Leistungserwartung nicht eingehalten werden. Nach Stunden harter Arbeit war es vollbracht. Eine schrankenartige Straßensperre mit mehreren Schießscharten, voll getarnt und äußerst abschreckend konnte in den Dienst für das Vaterland gehen.
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 16. Oktober 2007 ) |
