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Biwak - Grillen im Freien |
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Geschrieben von Imperator
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Freitag, 17. August 2007 |
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Es dauerte nicht lange, bis aus verschiedenen Kampfständen erster Feindkontakt gemeldet worden war. Gott und sein Kumpel Gasmann machten die Gegend unsicher. Dabei fiel auf, dass diese beiden zur Ausübung ihres Einsatzes schweres Gerät zur Verfügung hatten. Mit einem sehr großen LKW plus montiertem MG auf dem Dach zogen die Feinde durch den Wald und durchbrachen alle Sicherheitszäune, Schranken und Barrieren. Natürlich war auch meine Straßensperre unter der blinden Zerstörungswut des Feindes zusammengebrochen. Die schlaflose Nacht und die miserable Verpflegung machten sich langsam bemerkbar. Der Kampfeswille war gebrochen, Lethargie machte sich breit.
Ich lag in einem Kampfstand und sah, wie am helllichten Tag Feldwebel Gott zwei unserer Männer gefangen nahm. Da unsere Einheit weder Funk noch Blickkontakt zum Gruppenführer hatte, man uns weder Schießbefehl noch Munition zur Verfügung gestellt hatte, war ich der Situation hilflos ausgeliefert. Mein Kamerad lief zum Gruppenführer, um kompetenten Rat einzuholen. Währenddessen konnte der Gasmann zwei weitere Geiseln nehmen. Wir waren empfindlich geschwächt.
Feldwebel Gott hatte sich in der Zwischenzeit ein neues Opfer gesucht – mich.
Er begann auf mich zu zulaufen, eine wahre Eins-zu-eins-Situation. Wenige Meter vor mir, kam mir eine Idee: Ohne Munition konnte ich ja keinen Eindruck schinden, also begann ich die üblichen (streng nach Vorschrift) Schritte einzuleiten. „Parole?! Parole?!“ Gott blieb stehen und wunderte sich, was das jetzt sollte. Als er wieder einen Schritt gehen wollte, rief ich: „Halt oder ich schieße!!“ Nun ging er langsamer, aber immer noch in meine Richtung. Als logische Konsequenz meiner Ankündigung, hätte ich nun einen Schuss in die Luft abfeuern müssen, nur ohne Munition und Befehl leider nicht möglich. Daher simulierte ich meine Entschlossenheit und rief „Warnschuss!!“ Eine Sekunde später brüllte ich “Schuss ins Bein!“ Dann stand er vor mir, wir richteten beide unsere Waffen aufeinander. Ich sagte: „eigentlich bist du jetzt tot.“ Worauf hin er nur ein müdes lächeln hatte. Klar, er war ja Gott, und Schüsse ins Bein oder sonst wohin können den selbsternannten Allmächtigen auch nicht aufhalten.
In diesem Augenblick kommt mein Kamerad mit unserem Gruppenführer und jagt die Angreifer in die Flucht.
Lagebesprechung.
Es war sehr ruhig geworden in unserem Nest. Zwei müde Soldaten und einen offensichtlich in Taktik und Kompetenz geschlagenen Unteroffizier. Es wurde ein Gegenangriff gestartet um unsere Leute freizukämpfen. Am Abend waren wir wieder komplett.
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 16. Oktober 2007 )
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