| Die Tequila-Philosophie |
| Geschrieben von Imperator | |
| Donnerstag, 28. Februar 2002 | |
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Ich denke mal, jeder hat Ihn schon in Aktion erlebt. In freier Wildbahn tritt er in goldener sowohl auch in silberner Form auf. Kostbar wie seine Bezeichnung ist auch der Geschmack. Pur ist Er nur bedingt genießbar und so wird er nur in Verbindung mit Salz und Zitrone zu sich geführt. Der Tequila ist der wohl hinterhältigste Hochprozentige, weil ER niemals alleine erscheint. Er tritt nur im Verband mit vielen anderen seiner Art auf und wird deshalb auch "schwere Attillerie" oder "Panzerverband" genannt. Im Gegensatz zu den Einzelkämpfern des Alkohol, die ihre Wirkung unmittelbar nach dem Genuß verbreiten, ist der Tequila dermaßen hinterhältig, daß ER erst auf seine Kameraden wartet und dann zusammen mit potenzierter Macht und Gewalt zuschlägt. Der Überraschungsmoment ist somit eindeutig auf seiner Seite. Laien müssen sich die Wirkung ungefähr folgend vorstellen: Beim ersten und zweiten Tequila bleibt der Alkohol scheinbar aus, aber spätestens nach dem vierten ist es soweit. Der Tequilahammer über deinem Kopf schlägt zu: Diesen Hammer muß man sich unglaublich gigantisch vorstellen. Er hat ungefähr die Ausmaße eines Fußballstadions und oben auf dem Dach dieses Objektes sitzt ES, das Tequilamännchen. Mit jedem Glas mehr ruft er seine Kumpels heran und lädt sie zu einer riesen Party in diesem Stadion ein. Doch das Tequilamännchen hat viele Freunde. Sprich nach dem 6. Glas feiern 26451 Männchen, jedes so schwer wie ein Kleinwagen, und springen und tanzen und haben Spaß. Das Resultat ist also unvorstellbar schwer. Da aber keine Kraft der Welt dieses Gewicht halten kann, passiert das Normalste der Welt. Der Hammer fällt. Mittig auf dem Kopf platziert. Man ist schlagartig besoffen. Spätestens zu dieser Zeit läuft so ziemlich alles anders, als man sich das so vorgestellt hat. Also denkt beim nächsten Besäufnis doppelt nach, ob ihr den Hammer in Aktion erleben wollt, oder nicht. Lè Imperatorè Vorheriger BeitragFestivalvorbereitungen Nächster Beitrag: Wie reist man richtig! |
