Leave the Capital
Geschrieben von Jule   
Montag, 20. November 2006
Wer haette das auch ahnen koennen, da stolpert man ahnungslos in seinen Lieblingsclub, um zu coolem Indie weniger cool zu tanzen und dann wird man geradezu genoetigt, sich doch auch noch die Liveband anzusehen. Bei 1£ Aufschlag und einem halbwegs verstandenen Vergleich mit Elbow laesst man sich dann auch ueberreden, murmelt der Mitbewohnerin eine Entschuldigung zu, da man wieder einmal nicht in der Lage war, konkrete Infos ueber den Freitag-Abend einzuholen und dann das:

Poesie im Quintett, Editors und Elbow(tatsaechlich stimmte da einmal der Vergleich) und Nephew geben sich bei dieser Band nicht nur die Hand, sondern umarmen sich (und mich)herzlich und lassen nicht mehr los. Nach 20 Sekunden fluester ich meiner Begleitung „I like them“ ins Ohr, nach zwei Minuten hab ich dann gar nichts mehr zu sagen, weil ich nur noch Ohr bin. Da wird geschrammelt, auf dem Keyboard experimentiert, die Drums wissen gerade so gut zu spielen, dass sie den anderen nicht die Show stehlen und dann diese Stimme, als haette Guy Harvey einen Zwillingsbruder. Mal wunderschoen melancholisch verfrickelter Schmachtpop wie Elbow, mal zackig new-wavig wie die Editors, dass einem die Beine wegfliegen und dann wieder sympathisch verschroben wie Nephew.

Nach einer Stunde weiss ich immer noch nicht den Namen, aber den muss ich wissen, die muss ich kennen, haben die ne CD? Die will ich haben und gibt’s auch T-Shirts? Will ich auch und ueberhaupt, wollen die nicht gleich bei mir einziehen, irgendwo zwischen Duschklo, Tuer und Schreibtisch ist sicher noch Platz fuer die 5 Jungs…

Und der Name? Steht draussen auf dem Poster: Leave the Capital, nee nee Jungs, das lasst mal schoen bleiben…

Fuer Infos und CD-Besorgungen und so’n Kram:

www.leavethecapital.com


Letzte Aktualisierung ( Montag, 27. November 2006 )