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Es hat schon etwas Gutes, dass die weibliche Prominenz in den Charts so furchtbar ist, dass man nur noch mit feministischer Belletristik nach ihnen werfen will. Denn je unerträglicher der Trend, desto stärker die Gegenbewegung. Ob Amy, Bat for Lashes, Regina Spektor, Feist oder Kate Nash, der Strom an bezaubernden, wenig harmlosen und fantastischen Frauen, die ihre Musik selber schreiben und auf der Bühne auch gerne mal was anhaben, ist in den letzten Jahren stetig gewachsen.
Darunter kann sich jetzt auch Laura Marling gesellen, die mit wundervoll verspieltem, gleichzeitig morbidem Songwriting irgendwo zwischen Bat for Lashes und Beth Gibbons steht und dabei trotzdem ihre Eigenständigkeit bewahrt.
Ihr Album "Alas, I cannot swim" kommt voraussichtlich Ende Februar heraus, wenn wir Glück haben, auch in Deutschland, ansonsten gibt es ja immer noch Amazon. Ihre Single "Night Terror", in der die Geigen ihrer Stimme hinterher jagen, als hätte sie sich Nachts im Wald verirrt, verspricht schon einmal ganz Großes von der Britin, die ihre düstere Melancholie mal mit Folk-Orchestern unterstreicht mal unberührt mit Akkustikgitarre präsentiert. Und wer es nicht ganz so bedrückend mag, der kann sich mit "New Romantic" mal anhören, wie sich Colbie Caillat anhören würde, wenn sie nicht so öde wäre. Großartig Laura, Setzen, 1+.
Und hier ein wenig Video-Action:
Night Terror: http://www.youtube.com/watch?v=rsIKbH9p9zI
New Romantic: http://www.youtube.com/watch?v=zNxar07_9YA&feature=related
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