24.2. Nautilus Rostock "Beate Ouzo" "Noema" & "For Headphones Only"
Geschrieben von Imperator   
Samstag, 1. April 2006

naut10.jpgNa was für ein Konzert. Als die ersten so halbwegs in Laune gekommen waren, ging auch schon das Licht im Laden an. Da war es gerade mal 23:30Uhr. Kapp 3 Stunden zuvor legte die erste Band los. Noema aus dem Krisengebiet Rügens. Und die sah sich mit wenig motivierten Gästen konfrontiert und der Tatsache, dass das Bier an der Tanke gegenüber um einiges billiger war, als in diesem Jugendclub, sodass die, die sich nicht erst Mut an der Tanke antrinken mussten entweder nicht in Stimmung oder noch nicht da waren. Ärgerliche Sache, aber zu einer solchen Zeit kann man noch nicht betrunken sein. Und dass ist ja schließlich die Hauptsache. Wie auch immer, „Noema machten das Beste draus. Und das war auch gar nicht schlecht. In ihrem Stil irgendwo zwischen Tomte(nur besser) und Kante spielten sie ihr Set professionell und zügig runter. Was zum einen an ihrer beachtlichen Tourerfahrung gelegen hat und zum anderen dem weiten Weg zurück nach Rügen geschuldet war. Als der verhaltene Applaus abebbte, hatten auch endlich die rumlungernden Jugendlichen im Nautilus was zu feiern. „For Headphones Only“ betraten die Bühne. Vier kindliche Typen aus Rostock, die schon immer wie The Libertines sein wollten. Das klingt jetzt vielleicht hart, aber die Musik erinnert schon kräftig an Britpop der Endneunziger. Als Manager hätte ich sie 3 Monate in den Proberaum gesperrt, aber ansonsten ein solider Auftritt, wenn man mal von den Kleinigkeiten absieht.

Dritte und letzte Band, die Beaten. Genauer gesagt "Beate Ouzo", die den Laden dann doch noch leer fegen konnten. Nun gut, jetzt wird vielleicht der ein oder andere denken: „Wie kann denn der Imperator unbefangen über die Beaten reden?“ Er kann, und zwar mit der nüchternen Betrachtung eines heranwachsenden 17-Jährigen. Denn dem sollte die Musik zu laut, die Texte zu hart und die Show „zu krass“ gewesen sein. Im Grunde genau die Eckpunkte, womit man Beate Ouzo am Besten in eine Schublade stecken kann. Das war dann wohl auch die Ursache, dass alle Minderjährigen beim Losdröhnen des ersten Tracks das Nautilus verließen.

Zum Konzert: Punk-Rock war’s, vielleicht nicht der allerbeste, aber zumindest schnell und laut. Das fehlte den vorangegangenen Bands. Als die bekannten Songs gespielt wurden, hat sich das Publikum geteilt: Die einen werden insgeheim zugegeben haben, dass Beate Ouzo „ganz schön nach vorn geht“ und die anderen konnten einfach mitsingen. So ging der Abend im Nautilus doch noch zufrieden stellend zu ende. Auch wenn gerade erst die Sonne untergegangen war…

Die Internet-Seiten zu den Bands:

  • Noema.de - Sehr geile Website, riesen Archiv und Tourtagebuch!
  • ForHeadphonesOnly.de - Die Bandseite eben...
  • beateouzo.de - ganz billig, aber ne Menge mp3s zum Download for lau!

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 18. Juli 2006 )