Konzertbericht: "Hatebreed+Support"
Geschrieben von Jöööööööööö   
Samstag, 10. Juli 2004
Es begab sich zu einer Zeit, wo der Jööööööööööööööö seine Abschlussprüfung zum ITSE erfolgreich bestand (mehr schlecht als Recht, aber das ist ne andere Geschichte).
Hmmm, was sollte man sich denn zu diesem Erfolg selber schenken dachte sich der Jööööööööööööööö. Na ja, erstmal in Richtung Saturn getigert, da eigentlich neue Boxen erstanden für das Stereosystem, um sich das ein oder andere Brett, in besserer Qualität, um die Ohren zu schlagen.
Lange Rede, kurzer Sinn, auf dem Wege dort hin durch die Hamburger Innenstadt, sah ich dann ein unscheinbares Plakat, welches die Band „Hatebreed“ in der Markthalle pries. Von da an war’s klar, Boxen adè, Hatebreed komme...

Donnerstag Abend, ein Abend wie jeder andere ?, na ja das wird man noch sehen. Im Stern der „Hamburg Hardcore Night I“ sollte es heut noch ordentlich aufe Ohren geben.
Konzibeginn war um 20 Uhr mit Vorbands an deren Name („Sworn Enemy“, „Maroon“ + 2 Support hießen sie glaub ich), ich mich nur noch recht dürftig erinnere. Also in die Metallklamotten reingeschlüpft und in Richtung Hamburger Hauptbahnhof zur Markthalle gepeitet. Vor der Tür spielten sich dann schon einige tumultartige Szenen ab und mich beschlich die Angst keine Karte an der Abendkasse mehr bekommen. Trotz allem Glück gehabt und ich war endlich im Laden drin. Es war erbrechend voll und der Wärmepegel war schon auf Höchststand bevor irgendeine Band auch nur eine Note spielte. Gut OK, da ich primär für Hatebreed bezahlt hatte, konnte ich kaum erwarten das es endlich losgeht, aber die anderen Bands waren dann auch erstmal Pflicht. Alles in allem sehr bodenständige Bands, kannte ich allerdings noch nicht, Hardcore von Feinsten halt. Nachdem dann gegen 22:30 die Bühne für Hatebreed umgebaut wurde, stieg die Vorfreude im Publikum stetig. Hatebreed-Ausrufe würden zu hauf skandiert und man merkte, jeder in diesem Saale wollte heute ein Brett ums andere Fressen. Zwischenzeitlich waren die Roadies damit beschäftig das übliche Soundcheckgeplänkel zu vollführen. Erste Amtshandlung, nach den Vorbands war es sich n zünftiges Becks zu kaufen, 4 € + 1 Euro Pfand, man hat schon billigeres Bier getrunken. Gut es neigte sich nun gen 23 Uhr und erfrischt aber durchgeschwitzt war ich nun bereit für ein Satz warme Ohren.

Das Licht erlosch, man sah nur die Schatten der Roadies sich von der Bühne verkrümeln, und 4 wackere Gestalten jene betreten. Da waren sie, halb nach vorne durchgekämpft, das Nasenfahrrad gut im Etui verstaut, erwarteten allesamt Großes. 1. Song, ein Burner. Passend zum Motto des Abends als Opener „I will be heard“! Und so war es auch dann, das erste Riff hätte der Technik beinahe ein Strich durch die Rechnung gemacht und die Bassboxen dröhnten dermaßen, dass man kaum die Drums hörte. Innerhalb einer Sekunde explodierte die komplette Mosh-Pit. Das nenn ich n Einstand nach Maß. Nachdem das 1. Brett verdaut war, folgte auch gleich das nächste, keine zeit zum Luft, so muss das sein! Nächster Song war „A Call for Blood“ und bei einigen Leuten sah man eindeutig an das sie Blut sehen wollten :D. Gefolgt von einem herzlichen „Final Prayer“, welches das Publikum zum annähernden Punkt des völligen Kollapses brachte, war nun die Zeit für eine kleine Ansprache gekommen. Nach den Danksagungen und Willkommensgrüßen ging’s gleich weiter. Nun wurde mehr vom aktuellen LP „The Rise of Brutality“ aufgelegt. Nu spielten sich Hatebreed in einen kleinen Rausch von Hardcore der deftigsten Sorte! Von „Straight to your face“ über „Facing what consumes you“ (mit einer der schnellsten Tracks des LPs) zu „Doomsayer“. Oh Gott was soll ich sagen, dieses Trio hat mir jede Luft genommen, so was hab ich noch nicht erlebt, nach etlichen Tritten gegen meine Beine und Ellenbogen in Richtung Oberkörper (und den anschließenden Vergeltungsmaßnahmen war ich erst mal richtig fertig. So hart hat ich’s nicht erwartet aber es gefiel. Dann sollte mein Song kommen, den ich auf jeden Fall hören wollte. „Below the bottom“ heißt das gute Stück und ist eigentlich der beste Song vom LP genannt „Perseverance“. Kostprobe? Amazon und dort mal anhören!!! In diesem Sinne ging es den ganzen Abend weiter und ein Brett jagte das andere. Nach ner ¾ Stunde musste ich erstmal nach hinten n bisschen Luft holen. Nach 5 Minuten auschillen am Bierstand und nem halb weggeworfenen Bier ging’s wieder in Richtung Bühne, kam auch genau richtig, die ersten Riffs von „Proven“ wurden angespielt und ein weiteres Gewitter von absoluter Härte fiel über das Publikum hinein. Bei dem Tempo was die Jungs an den Tag legten war klar das Ende der Show wäre demnächst erreicht. Als Abschluss wurde dann „We still Fight“ gespielt. Nu war aus ich total erledigt und mir war leicht schwindlig, Grund ?, nicht vorhandene Luftzufuhr innerhalb der Markthalle. Trotzdem ließ sich das Publikum nicht Lumpen und verlangte Zugabe, völlig zurecht meiner Meinung. Nach 10 Minuten gegröhle war es dann soweit die Jungs gaben sich ein weiteres Mal die Ehre ihre Instrumente zu malträtieren. Über 2 Songs vom Erstlingswerk („Under the knife“ und „Not the truth“) ging es dann zum Grande Finale. Letzter Song des Abends war dann „You’re never alone“.

Persönlicher Kommentar: Mein Trommelfell schmerzte derhaft, konnte die ersten 10 Minuten kaum was hören, Erinnerung an mich selbst, nächstes Mal Ohrstöpsel mitnehmen. Absolut durchgeschwitzt und um einige Kröten ärmer und vollkommen von Schwindelanfällen geplagt ging’s dann in Richtung nach Haus. Shirts ?, keine Kohle gehabt, aber das wird nachgeholt (hab ja endlich n Versand gefunden der welche versendet). Am nächsten Morgen taten mir dann dementsprechend alle Knochen weh und diverse blaue Flecken wurden auch als Souvenir mitgenommen. Aber alles in allem, es lohnt sich wenn man gerne mal Hardcore hört. Dann kann ich Hatebreed kompromisslos empfehlen!

Na denn recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit

Tschö vom Jööööööööööööööö