| Wir sind Bundesliga |
| Geschrieben von Imperator | |
| Montag, 21. Mai 2007 | |
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30.000 begeisterte Fans im Ostseestadion – 10.000 am Neuen Markt – Rostock im Aufstiegstaumel und -tumult
Es soll ja Situationen geben, die einzigartig sind. Es soll auch manchmal vorkommen, dass diese Situationen im Fußball vorkommen. Nun, ob dass gestrige Spiel dazu gehört und ob der Aufstieg für lange Zeit einzigartig bleibt, ist abzuwarten. Eine Zusammenfassung der Ereignisse: Sonntag kurz nach 15:45Uhr. Eine SMS erreicht mich: „Nächste Saison putzen wir die Bayern!“ Jawohl, endlich wieder erstklassiger Fußball in unserer Stadt! Die Atmosphäre im Stadion zu der Zeit sensationell. Die Mannschaft lässt sich Champion League-mäßig feiern, mit Konfetti und Megabiergläsern. Frank Pagelsdorf singt die Hansahymne (natürlich mit Tränen in den Augen) und Suptras-Eggi skandiert über die Lautsprecher, Energie Cottbus zu hassen. Was um alles in der Welt Energie Cottbus mit der furiosen Aufstiegssaison Hansas zu tun hat, weiß er wahrscheinlich nicht einmal selbst. Das Freibier im Stadion war zu dieser Zeit bereits erschöpft. Ortswechsel: Neuer Markt / Rathaus. Man munkelte es bereits im Vorfeld, dass die Spieler im Falle des Aufstiegs ein Bad in der Menge nehmen würden. Doch die Organisatoren bedachten nicht, dass das Rostocker Rathaus zwar einen Balkon hat, aber nicht über den in dieser Situation wichtigen Fußboden verfügt. Und so zeigten sich die Spieler abwechseln an den Fenstern im ersten Stock, trugen sich ins Goldene Buch der Hansestadt ein und schlenderten gut gelaunt Richtung Bühne. (naja, das war keine richtige Bühne, eher ein Minipodest) Die Spieler, die den Verein zur nächsten Saison verlassen, bedankten sich standesgemäß bei ihren Fans, die die bleiben, sangen ein „Smashhit“ nach dem anderen. (Rydlewicz outete sich mit Griechischer Wein = das war ja klar) Nachdem die Mannschaft den Weg zur Privatparty im Rostocker Lokschuppen aufbrach, begannen Rangeleien erst unter Fans, dann mit der hochgerüsteten Polizei. Unverständlich, dass die Fans nach einem solchen Spieltag Aggressionen in sich hüteten, aber auch unverständlich, dass die Hundertschaft der Polizei in allerbester G8-Manier auf einen drohenden Militärschlag vorbereitet war. Und so lag der liebliche Duft von Pfefferspray in der Luft und der bittere Beigeschmack, dass die Presse am nächsten Tag von den Ausschreitungen berichten würde. (Stichwort: „Betrunkene stürmten Bierwagen“ – schade das es kein Bananenstand war, dass hätte besser zum Ossi-Image gepasst) Vielleicht hat die Sache noch ein Nachspiel und der DFB verweigert Hansa den Aufstieg. Dann sollte aber die Entscheidung schnell fallen, denn nach dem 9.Juni fehlen der Stadt 16.000 schlecht gelaunte G8-Polizisten. Abschließend noch ein Paar Eindrücke aus der Stadt: (chronologisch geordnet) http://www.youtube.com/watch?v=n1hBVQD0_EU&NR=1
http://www.youtube.com/watch?v=hV8dvY4kgeo
http://www.youtube.com/watch?v=hnGGJhFrODA
http://www.youtube.com/watch?v=oD2LZXjg2Mw&NR=1
http://www.fc-hansa.de/cp/index.php?id=247
Grüße aus der ersten Liga, Team Kulturbande.de Vorheriger BeitragHalbfinale! Welcome Ostblock Nächster Beitrag: FC Hansa kündigt Fanfreundschaft |
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