Rugby wird oft mit ähnlichen Sportarten verwechselt. Fünfzehn
Spieler spielen hierbei mit einem eiförmigen
Ball.
Dieser ist größer als das oft damit verglichene Football-Ei.
Polsterungen (Helme etc.) sind bei diesem Spiel wegen der daraus
resultierenden Verletzungsgefahr verboten. Die Rugbyausrüstung
besteht aus einem Trikot, einer speziell angefertigten reißfesten
Sporthose, Stutzen und Stollenschuhen. Schienbeinschoner können
ebenfalls bei Bedarf getragen werden. Neuerdings ist der Mundschutz
(wie beim Boxen) Pflicht. Unsere lieben Krankenkassen zahlen ja
bekanntlich nicht gerne für Zahnersatz.
Das Ziel beim Rugby ist, dass ein Spieler, gemäß den
Regeln, in einem bestimmten Bereich der gegnerischen Mannschaft
gelangt - das sogenannte Malfeld.
Der Ball - das Lederei - darf hierbei nicht nach vorne geworfen
werden, da der Spieler den Raumgewinn erreichen soll und nicht der
Ball.
Als Angreifer kann man nun entweder den Gegner täuschen,
ihn quasi umlaufen oder aber über ihn rüber
kicken, oder den Ball nach hinten passen
(natürlich zu den eigenen Leuten), oder etwa in
den Gegner hineinrennen, um hier, gemeinsam mit weiteren Mitspielern
zu versuchen, einen Raumgewinn zu erlangen (jeder Meter zählt!).
Als Verteidiger versucht man natürlich, sich den Ball zu schnappen
oder zumindestens den Angreifer umzurennen. Hierbei empfiehlt sich
das Tackling (quasi
das rammen mit der Schulter), welches so tief wie möglich angesetzt
werden sollte, um dem Angreifer das Gleichgewicht zu nehmen (und
damit den Wind aus den Segeln). Jede Art von Beinstellen,
Schlagen oder Halten am Hals ist, wie beim Fussball, natürlich
streng verboten.
Körpereinsatz ist natürlich (wie man erkennt) erlaubt
und sogar gefordert, daher ist Fairness das oberste Gebot.
Die Rugby-Mannschaft besteht aus zwei Teilen: Dem Sturm und der
Hintermannschaft (der Verteidigung). Beide Gruppen stürmen
und verteidigen jedoch gleichzeitig.
Wird der Ball in das gegnerische Malfeld gelegt, wird dies als Versuch
bezeichnet und zählt 5 Punkte. Während der Ball hierbei
den Boden berührt, muss die Hand des Angreifers am Ball sein
(d.h. den Ball auf den Boden werfen gibt´s net!).
Nach diesem gelungenen Versuch also hat die angreifende Mannschaft
zudem die Möglichkeit, zwei weitere Punkte zu ergattern, indem
sie den Ball durchs
Goal über die querliegende Latte kickt. Als Abschuss-Punkt
gilt hierbei die Stelle des gelegten Versuchs. Von dieser Stelle
aus entfernt sich der Kicker mindestens 21
Meter parallel zur Seiten-Auslinie und sucht einen geeigneten
Winkel, um das Goal zu treffen.
Weitere Punkte können durch Strafttritte durchs Goal oder Dropkicks
während des Spiels erreicht werden. So erfolgte Goals zählen
3 Punkte.
Aufgrund dieser Zählweise sind Ergebnisse wie etwa 31 zu 89
(zur Verwunderung aller Fussballfans) keine Seltenheit.
Als letztes ist vielleicht noch zu erwähnen, dass Rugby nicht
unbedingt die Sportart für Zartbesaitete ist. Gegrunze und
Angeschnauze bleibt nicht aus. Trotz alldem ist Rugby ein sehr fairer
Sport (was oft falsch eingeschätzt wird). Wer Angst vor Verletzungen
hat, ist hier allerdings trotzdem falsch.
Allen anderen, vielleicht interessierten unter Euch sei nur gesagt:
die Knochen kann man sich ebenso beim Treppensteigen brechen und
mit Nasenbluten freundet man sich über kurz oder lang an...
just try it!
der Thomas (Dank an MichGrund) |