Trauer
Geschrieben von Imperator   
Sonntag, 13. Februar 2011

Wir trauern um unseren engen Freund Dimitri, der nach schwerer Krankheit seinen langen Kampf gegen den Krebs verloren hat. Unser Beileid und Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit seiner Familie und seinen Freunden.


In stiller Anteilnahme

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Gründungsideen mit Potential Vol. 1
Geschrieben von Imperator   
Freitag, 8. Oktober 2010

In einer weiteren losen Reihe, die niemals über Folge 3 hinauskommen wird, stellt Kulturbande einzigartige, innovative Gründungsideen vor, die funktionieren können, wenn waghalsige Investoren uns ihr Geld überlassen.

Folge 1:

Myperiode24.com - Just Avoiding Bloody Sundays

Beobachten, Planen und Analysieren Sie ihre Menstruation! Es steht Ihnen die ganze Klaviatur des Menstruationsmanagements zur Verfügung! Z.B.

- Flashanimation, Ratgeber und Forum

- iPhone-App mit Zyklusreminder, Shopanbindung zum Tampon/Bindengroßhandel und komfortabler Synchronisation Ihres Pillenplans

und die absolute Uniqueness:

Finden Sie Time-Slots für gemeinsame menstruationsfreie Schwimmbadbesuche mit ihren Freundinnen, durch Freigabe und Synchronisierung ihres Zyklusplans mit Freunden und Bekannten.

Und das würden potentielle Kunden sagen:

„Ich habe mich noch nie so gut gefühlt. Jeder weiß, wann und wo ich blute, ich muss niemanden absagen oder anlügen, sondern schalte einfach meinen Zykluskalender frei. Das erspart mir wahnsinnig viel Zeit und Nerven. Thumbs up! PS: Toller Support!
Nadine K. (23 Jahre, Studentin)

Ich bin beruflich stark eingebunden. Da vergisst man schon mal die Pille nachzuordern oder der Freund ist sauer, weil meine Periode schon wieder auf unser einzig gemeinsames Wochenende gefallen ist. Unsere Beziehung macht jetzt wieder richtig Spaß und ich kann mich noch mehr auf meine Karriere konzentrieren.
Anne-Marie S. (36 Jahre, Managerin)

Das Betriebsklima ist seit der unternehmensweiten Einführung von myperiode24 messbar gestiegen. Wir haben die Zyklen der weiblichen Kollegen voll in unsere ERP-Software eingebunden und können nun von der Bevorratung von Toilettenpapier bis hin zur Konfliktbewältigung alles zuverlässig steuern. Die Synergien und der ROI waren gewaltig!
Bernd T. (48 Jahre, Geschäftsführer)

Ziel des Entrepreneurship ist unabhängiger Marktführer zu werden und den bestehenden Platzhirschen zu verdrängen.

Suchen zur Umsetzung dieser Idee Venture Capital i.H.v. 2,5 Mio Euro. Bei Interesse bitte im Forum melden…

Ihr Dipl.Imp

 
Das Twittern von gestern
Geschrieben von Imperator   
Donnerstag, 5. August 2010

Wäre der Flux-Kompensator im freien Handel zu erwerben und würde dieser tatsächlich funktionieren, hätte man die Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen um bei denkwürdigen Ereignissen aus der Kategorie „Zeichen und Wunder“ dabei zu seien. Und würde man in Anbetracht dessen eine Liste der „Top 10 weltgeschichtlichen Ereignisse, bei denen ich gern dabei gewesen sein würde“, dann stünde bei mir auf Platz 2, zwischen dem Verkauf der ersten Currywurst und dem Debütkonzert der Libertines) die Inbetriebnahme der ersten deutschen Teletext-Tafel im Jahre 1980, ja genau, der Geburtsstunde des Internets der 80er und 90er!


Ohne dieser Erfindung, meine sehr verehrte Internetgemeinde, gäbe es kein Kulturbande.de! Denn die Idee des Teletextes, Informationen per Knopfdruck zentral und topaktuell einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen, basiert auf dem gleichen Prinzip, wie das, was einige Verrückte heute „Internet“ nennen. Und damit nicht genug! Die Parallelen zwischen des Teletextes und des noch viel verrückteren Web 2.0, sind frappieren; man vergleiche nur die faschistoide Zeichenbegrenzung eines Tweets (140 Zeichen) und einer handelsüblichen Teletext-Schlagzeile (ca. 30 Zeichen). Das bringt Teletext-Redakteure noch heute regelmäßig zur Verzweiflung, allerdings sind die auch nicht mit Twitter groß geworden.
Wie dem auch sein, die Veröffentlichung der ersten deutschen Teletexttafel ist nunmehr 30 Jahre her, ein Grund zu feiern! Das dachte sich auch die „Redaktion“ des ARD-Teletextes und hat eigens dafür Themenseiten  hochgeladen oder aufgeschaltet wie es richtigerweise heißen müsste. Gar mit historischen Teletexttafeln (S. 751 ff)! 


Beschäftigt man sich etwas genauer mit dieser Technologie, wird einem schnell deutlich, was der Videotext alles zu bieten hat. Der Klassiker ist natürlich Sport, Programm, letzte Meldungen, aber weiter hinten, im Verborgenen, schlummern die wahren Schätze! Biowetter (S. 182), Bundesanleihen (S. 735), Pegelstände (S. 192), Rezepte von Lafer&Lichter (S 550 ff.)
Wahnsinn! Und da es Menschen gibt, die auf solcherlei komprimierte Unterhaltung abseits des Wohnzimmers nicht verzichten können, wurden keine Kosten und Mühen gescheut, die 899 Tafeln ganz ohne Medienbruch (wie der Marketingspezialist sagen würde) im Teletext der Zweitausender (ja genau, dem Internet) zur Verfügung zu stellen. Einziger Kritikpunkt: es gibt noch keine App!


Für mich persönlich hat der Videotext nach wie vor höchste Bedeutung. Zu Zeiten der Internetarmut nach Umzügen, ist der Teletext das einzige Echtzeittor zum Weltgeschehen.  (vgl. Videotexttafel 112 / ARD Text Stand: 2010-08-05 14:45Uhr, Hrg. ARD)

Mit freundlichen Grüßen,

Dipl-Imp.

PS: Leider gibt es noch keine Software, mit der man die Teletext-Optik emulieren kann. Könnte sich da mal ein Programmieren drum kümmern? Danke!